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Herrmann verspürt nach WM-Coup "Genugtuung"

17.03.2019 15:22
Denise Herrmann holte zum WM-Abschluss Bronze
© getty, Alexander Hassenstein
Denise Herrmann holte zum WM-Abschluss Bronze

Denise Herrmann hat mit Bronze im Massenstart bei der Biathlon-WM in Östersund den Medaillensatz komplettiert. Für Titelverteidigern Laura Dahlmeier reichte es nur zu Rang sechs.

Eine weitere Medaille um den Hals, ein glückliches Strahlen im Gesicht: Als Denise Herrmann im heftigen Schneetreiben von Östersund vom Siegerpodest hüpfte, war für die 30-Jährige die Biathlon-Welt endgültig in Ordnung. "Es ist so schön, wenn sich ein Wechsel in Form von Medaillen auszahlt. Ich bin richtig stolz. Das ist eine Genugtuung, dass es so aufgegangen ist", sagte die frühere Langläuferin Herrmann nach Bronze im Massenstart zum WM-Abschluss freudestrahlend und stolz.

Die erfolgreiche Athletin aus Oberwiesenthal wusste gar nicht, wohin mit ihren Gefühlen, nachdem sie ihren Medaillensatz komplettiert hatte. Das fühle sich "richtig gut an". Über 12,5 km musste Herrmann, die zuvor Gold im Verfolger und Silber in der Mixed-Staffel geholt hatte, nur Dorothea Wierer (Italien) und Jekaterina Jurlowa-Percht (Russland) den Vortritt lassen.

Da zollte auch Titelverteidigerin Laura Dahlmeier, die sich am Sonntag bei schwierigen äußeren Bedingungen mit Rang sechs begnügen musste, großen Respekt. "Denise hat läuferisch eine Schippe draufgelegt, traut sich auch mit der Waffe nun mehr zu. Sie hat zum Höhepunkt alles richtig gemacht. Chapeau", lobte die siebenmalige Weltmeisterin ihre Nachfolgerin, die ihr bei den Titelkämpfen die Schau gestohlen hatte und erfolgreichste DSV-Starterin war.

Laura Dahlmeier hätte zum Schluss gern geglänzt

Disziplintrainer Kristian Mehringer sprach von einer "phänomenalen Leistung bei diesem Wind. Wir wollten noch mal zeigen, was wir drauf haben - das ist dank Denise gelungen."

Noch am Samstag war Herrmann bitter enttäuscht gewesen. Mit der Frauen-Staffel hatte es wegen zu vieler Schießfehler nur zum vierten Rang gereicht. Auch nach dem Rennen am Sonntag sprach Herrmann von einem "schwierigen Schießen", doch trotz vier Strafrunden reichte es nach einer erneut starken Leistung in der Loipe zu Platz drei.

Dagegen lief es für die weiteren deutschen Starterinnen nicht nach Plan. "Schade, dass es am Schluss nicht mehr zu besseren Ergebnissen gereicht hat", sagte Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier, die in Sprint und Verfolger Bronze geholt hatte. Die sonst so sichere Schützin leistete sich vier Fehler. Franziska Preuß (6), die beim dritten Schießen alle fünf Scheiben verfehlt hatte, enttäuschte als 19. ebenso wie Franziska Hildebrand (5) auf dem 21. Rang.

Zwei der zuvor ausgetragenen drei Massenstarts in dieser Saison hatten deutsche Athletinnen gewonnen - Preuß das Heimspiel in Ruhpolding, Dahlmeier in Antholz. Für beide war es der einzige Erfolg im Winter, daran änderte sich auch am Sonntag nichts.

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WM 2019 Östersund (SWE)

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