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Wimpernschlag entscheidet über den Sieg

Eisenbichler verpasst Podest bei Skiflug-Krimi

17.03.2019 18:43
Markus Eisenbichler flog am Monsterbakken auf Platz fünf
© getty, Linnea Rheborg
Markus Eisenbichler flog am Monsterbakken auf Platz fünf

Skispringer Ryoyu Kobayashi hat die zehntägige Raw-Air-Tour in Norwegen gewonnen und 60.000 Euro Preisgeld eingestrichen. Dem Japaner genügte zum Abschluss auf dem "Monsterbakken" in Vikersund ein zweiter Rang, um den diesmal drittplatizerten Österreicher Stefan Kraft zu überholen.

Bester DSV-Adler auf der größten Schanze der Welt war Weltmeister Markus Eisenbichler als Fünfter, der Tagessieg ging an den Slowenen Domen Prevc.

Während Vierschanzentournee-Gewinner Kobayashi nach insgesamt 15 Sprüngen den größten Scheck des Winters überreicht bekam, durfte auch Eisenbichler zufrieden sein. "Der zweite Sprung war eine Granate. Wenn ich im ersten Durchgang den Fehler nicht mache, kann es sogar richtig abgehen", sagte der Bayer, dem umgerechnet 7,40 m Meter zum Podest fehlten, im "ZDF". Auch in der Gesamtwertung verfehlte Eisenbichler als Vierter das Treppchen knapp.

Zufrieden war auch Werner Schuster nach dem guten Ende einer am Anfang äußerst zähen Norwegen-Tour. "Man kann Markus nur gratulieren. Platz fünf ist super. Es waren heute wieder zwei, drei am Start, die schwer zu schlagen waren. Das war ein sehr versöhnliches Ende", sagte der Österreicher nach seinem vorletzten Wettkampf-Wochenende als Bundestrainer.

Domen Prevc zurück auf dem Platz an der Sonne

Ein Zeichen setzte auch Andreas Wellinger als Elfter. "Kleine Nuancen fehlen noch, aber es ist definitiv der richtige Weg", sagte der Olympiasieger kurz vor dem Ende einer meist enttäuschenden Saison. Richard Freitag belegte den 13. Rang, es folgten Constantin Schmid auf Platz 20 und Vizeweltmeister Karl Geiger auf Position 22.

Endlich wieder für positive Schlagzeilen sorgte der 19 Jahre alte Domen Prevc. Das Skisprung-Juwel, das Ende 2016 vier Siege in drei Wochen gefeiert hatte, stand nach Flügen auf 241,0 m und 232,5 erstmals seit Januar 2017 überhaupt wieder auf dem Podest. Die Vierschanzentournee hatte Prevc Anfang Januar noch chancenlos zur Halbzeit abgebrochen.

Der von Kraft gehaltene Weltrekord (253,5 m) geriet am gesamten Wochenende nicht in Gefahr.

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