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"Blöde Fehler": Rebensburg verpasst nach Patzer das Podium

17.03.2019 13:10
Für Viktoria Rebensburg reichte es am Ende nicht für einen Podest-Platz
© getty, Christophe Pallot/Agence Zoom
Für Viktoria Rebensburg reichte es am Ende nicht für einen Podest-Platz

Viktoria Rebensburg wird im letzten Saisonrennen Fünfte. Der Verlust der Riesenslalom-Kugel, die an Rekordfrau Mikaela Shiffrin geht, schmerzt sie sichtlich.

Viktoria Rebensburg wusste schon vor dem letzten Saisonrennen, dass sie ihre geliebte Riesenslalom-Kugel verlieren würde. Doch als "Wonder Woman" Mikaela Shiffrin nach ihrem 17. Saisonsieg mit der kleinen Kristall-Trophäe im Schnee von Soldeu kniete und sich bewegt die Hand vors Gesicht hielt, war der Schmerz doch groß - auch über den enttäuschenden fünften Platz beim Weltcup-Finale.

"Ja, klar, ich bin Skirennfahrerin und möchte Rennen gewinnen, das ist es, was meinen Sport für mich ausmacht", sagte Rebensburg bedröppelt, "aber wenn ich die Riesenslalom-Saison resümiere, muss ich sagen: Da waren des Öfteren blöde Fehler drin. Das hat es mir schwer gemacht, um die Kugel mitzufahren."

Beim letzten Rennen schien der Sieg, der erste für die WM-Zweite in ihrer Paradedisziplin in diesem so wechselhaften Winter, drin zu sein. Rebensburg lag nach dem ersten Lauf, in dem sie sich "nicht so am Limit" bewegt hatte, auf Rang zwei hinter Shiffrin. Im Finale fuhr sie "solide", wie sie später meinte, zumindest die siebte Weltcup-Podestplatzierung der Saison schien ihr sicher. Doch dann patzte die 29-Jährige im Zielhang schwer und fiel weit zurück.

Rebensburg will "analysieren, was ich besser machen kann"

Rebensburg warf im Ziel verärgert die Hände auf ihren Rennhelm. Dann musste sie hilflos zusehen, wie Ausnahme-Skifahrerin Shiffrin (USA) nach dem Gesamtweltcup und ersten Rängen in der Slalom- sowie Super-G-Wertung auch die kleine Kristallkugel im Riesenslalom einfuhr. Junioren-Weltmeisterin Alice Robinson (Neuseeland/0,30 Sekunden zurück) fuhr sensationell auf Rang zwei vor Weltmeisterin Petra Vlhova (Slowakei/0,41). Rebensburg hatte 2,03 Sekunden Rückstand - eine Ohrfeige.

"Mikaela hat die Kugel souverän und verdient gewonnen", sagte Rebensburg, die in Soldeu nach Platz zwei in der Abfahrt im Super-G ihren einzigen Saisonsieg gefeiert hatte, "ich muss jetzt analysieren, was ich besser machen kann." Die Kugel, sollte das heißen, ist an Shiffrin nur ausgeliehen.

Dass Rebensburg weiter fährt, daran ließ sie zuletzt keinen Zweifel. "Ich bin schon noch dabei", sagte sie am Sonntag, DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier würde ihren sofortigen Abschied nach dem Rücktritt von Felix Neureuther "jetzt nicht auch noch verkraften", scherzte sie.

 

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