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Eisenbichler und Co. springen aufs Podium

DSV-Adler mit starker Show am Monsterbakken

16.03.2019 18:45
Die DSV-Adler haben eine historischen Sieg knapp verpasst
Die DSV-Adler haben eine historischen Sieg knapp verpasst

Auf der größten Schanze der Welt haben die deutschen Skispringer ihre Lust am Fliegen wiedergefunden: Die zuletzt flügellahmen DSV-Adler sind beim Flug-Weltcup in Vikersund starke Zweite geworden und haben knapp ihren ersten Teamsieg seit 19 Jahren verpasst.

Am vorletzten Tag der Raw-Air-Tour musste sich das Quartett um Weltmeister Markus Eisenbichler nur Slowenien geschlagen geben.

"Das war heute gut und eine kompakte Mannschaftsleistung", sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF: "Bei der Raw Air hat für uns nicht alles geklappt, aber heute können wir sicher zufrieden sein."

Nach acht Runden und rund zwei Kilometern in der Luft lag das DSV-Quartett mit 1606,3 Punkten umgerechnet 22 Meter hinter den Slowenen um den starken Jungstar Domen Prevc (1632,9). Dritter wurde Österreich (1562,8). Gastgeber und Topfavorit Norwegen, seit vier Jahren und sieben Teamfliegen unbesiegt, kam nur auf Platz sechs (1503,6).

Eisenbichler bester DSV-Adler in der Raw-Air-Wertung

In der Raw-Air-Wertung führt der Österreicher Stefan Kraft im Kampf um die Siegprämie von 60.000 Euro nach 13 von 15 Durchgängen mit 2015,4 Punkten vor Japans Gesamtweltcup-Sieger Ryoyu Kobayashi (2006,9), beide liegen umgerechnet sieben Meter auseinander. Eisenbichler ist als bester Deutscher Vierter. Die Entscheidung fällt im Einzelfliegen am Sonntag (17:00 Uhr).

Eisenbichler, der mit 248,0 m den deutschen Rekord hält, flog als deutscher Schlussspringer auf 227,0 und 223,5 m. "Der zweite Flug war nicht auf der letzten Rille, aber insgesamt ist es echt in Ordnung gewesen", sagte der 27-Jährige.

Der Flug-WM-Dritte Richard Freitag überzeugte mit 231,0 und 231,5 m, Karl Geiger zeigte sich mit 209,5 und 216,0 m verbessert. Youngster Constantin Schmid, der in der Probe seine persönliche Bestleistung auf 227,0 m steigerte, kam auf 204,5 und 222,0 m.

Schuster verspricht Nachfolger "Freude"

"An Constantin wird mein Nachfolger Freude haben. Karl hat sich auch noch einmal gesteigert, und in Andreas Wellinger haben wir sogar noch einen Olympiasieger auf der Bank. Das sieht alles recht gut aus", sagte Schuster, der beim Weltcupfinale am kommenden Wochenende letztmals Regie führt.

Die größte Weite erzielte Ryoyu Kobayashi mit 241,5 m vor Kraft mit 239,5. Der Weltrekord Krafts, vor zwei Jahren an gleicher Stelle mit 253,5 m erzielt, geriet nicht in Gefahr.

Den bislang einzigen deutschen Team-Sieg bei einem Weltcup-Fliegen gab es bei der Premiere am 18. März 2000 in Planica. Damals traten Sven Hannawald, Martin Schmitt, Hansjörg Jäkle und Michael Uhrmann für den DSV an.

Für Stephan Leyhe, der eine Woche zuvor beim Raw-Air-Auftakt in Oslo schwer gestürzt und unter Schmerzen noch in Lillehammer und Trondheim angetreten war, ist die Saison indes beendet. "Nach genauerer Untersuchung ist mein Sprunggelenk doch stärker angeschlagen als gedacht. Ich muss leider das Finale als Zuschauer bestreiten", teilte der Teamweltmeister bei Facebook mit.

Am kommenden Wochenende stehen zum Saisonfinale noch drei Fliegen im slowenischen Planica an.

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Raw Air 2018/2019

1SlowenienSlowenien1632.90
2DeutschlandDeutschland1606.30
3ÖsterreichÖsterreich1562.80
4PolenPolen1546.20
5JapanJapan1530.10
6NorwegenNorwegen1503.60
7RusslandRussland1341.20
8SchweizSchweiz1334.60
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