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Nach Foto-Affäre und DFB-Rücktritt

Hammer! Erdogan soll Özils Trauzeuge werden

16.03.2019 16:05
Özil heiratet seine Freundin Gülse: Erdogan soll Ehrengast sein
Özil heiratet seine Freundin Gülse: Erdogan soll Ehrengast sein

Lange hallte die Affäre um Mesut Özils Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach der verkorksten Fußball-WM in Russland nach. Am Ende trat Özil gar aus der deutschen Nationalmannschaft zurück. Nun bekommt die Affäre offenbar ein neues Kapitel.

Özil soll Erdogan laut türkischen Medienberichten gebeten haben, sein Trauzeuge zu werden. Nach Informationen der "Hürriyet" traf Özil den türkischen Präsidenten auf einem Istanbuler Flughafen. Dort lud der Spieler des FC Arsenal den türkischen Präsidenten zu seiner Hochzeit im Sommer ein. Özil heiratet seine Verlobte Amine Gülse.

In den sozialen Medien kursierten Bilder, die zeigen sollen, wie Özil und Gülse Präsident Erdogan die Einladung für die Hochzeit übergeben.

Dass ein ehemaliger deutscher Nationalspieler den türkischen Präsidenten bittet, sein Trauzeuge zu werden, ist vor allem wegen der Vorgeschichte brisant. Vor der Fußball-WM in Russland hatten Özil und sein DFB-Teamkollege Ilkay Gündogan Fotos mit Erdogan geschossen. Die Fotos wurden von Erdogans Partei in den sozialen Medien verbreitet. Das zog in Deutschland Kritik nach sich, Özil und Gündogan würden sich für die Propaganda eines Autokraten instrumentalisieren lassen.

Auf Erdogan-Affäre folgte Özils Rücktritt aus der DFB-Elf

DFB-Präsident Reinhard Grindel nannte die Fotos einen "Fehler". Özil und Gündogan trafen sich mit dem deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu einem klärenden Gespräch. Gündogan entschuldigte sich öffentlich, Özil äußerte sich nicht in den Medien. Die ebatte schwelte auch während der WM und soll teilweise für schlechte Stimmung in der Mannschaft gesorgt haben.

Am 22. Juli 2018 brach Özil schließlich sein Schweigen und trat aus der Nationalmannschaft zurück. "Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre", schrieb der gebürtige Gelsenkirchener bei Twitter.

 

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