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Trotz Renault-Motor

McLaren endgültig im Mittelfeld angekommen

15.03.2019 14:24
McLaren hat sich mit seinem Platz im Mittelfeld abgefunden
McLaren hat sich mit seinem Platz im Mittelfeld abgefunden

McLaren ist mittlerweile endgültig im Mittelfeld der Formel 1 angekommen. Diese Erkenntnis kann man aus dem ersten Trainingstag in Melbourne ziehen. Von Ansagen, man werde bald gewinnen, ist das einstige Topteam mittlerweile abgekommen. Die Realität hat den Rennstall spätestens jetzt eindeutig eingeholt.

Mit Fernando Alonso war zumindest immer ein Hauch von Topteam-Flair zu spüren, hinzu kamen großspurige Ansagen, dass man ohne den Honda-Motor auf Augenhöhe mit Red Bull sei. Die vergangene Saison hat zwar bereits Gegenteiliges bewiesen, allerdings konnte man McLaren zugestehen, dass das Auto nach dem späten Herstellerwechsel nicht für den Antrieb konzipiert war. Das ist 2019 anders.

Der MCL34 ist von Anfang an auf den Renault-Motor ausgelegt, doch in der Spitze befindet sich McLaren auch weiterhin nicht - nicht einmal ansatzweise. Rookie Lando Norris ließ als 18. gerade einmal die hoffnungslos unterlegenen Williams (auch ein gefallenes Topteam) hinter sich, Carlos Sainz war als 14. besser unterwegs, aber dennoch 1,5 Sekunden hinter der Spitze.

Sainz: "Nicht weit von den Top 10 entfernt"

Und dennoch betont Sportdirektor Gil de Ferran: "Wir sind ziemlich zufrieden mit beiden Sessions." Laut Sainz sei McLaren mehr oder weniger da, wo man es erwartet habe - so niedrig sind die Ansprüche geworden. Zwar gebe es noch etwas Luft nach oben, doch der Spanier geht davon aus, dass dies auch für die Konkurrenz gilt.

Sainz spricht von ein paar Problemen, die das Team an zusätzlichen Kilometern gehindert haben, näher darauf eingehen will er aber nicht. Zudem habe das Team viel Zeit verloren, weil man das Auto für Set-up-Arbeiten immer wieder umbauen musste. "Es war kein perfekter Tag, aber trotzdem konnten wir noch unser Programm durchziehen und 14. werden, was nicht weit entfernt von den Top 10 ist."

Eine kleine Überraschung gelang Sainz im ersten Training, als er die Topspeed-Wertung anführte. "Das zeigt, dass Renault einen Schritt gemacht hat", lobt er. Am Nachmittag habe es jedoch einige kleine Probleme mit dem Antrieb gegeben. "Darum hatten wir keine guten Sektorenzeiten", sagt er. Renault soll jedoch alles unter Kontrolle haben.

Norris hat noch Rookie-Sorgen

Teamkollege Lando Norris hatte heute seine Schwierigkeiten der anderen Art. Der Formel-2-Aufsteiger absolvierte heute sein erstes Training als Stammpilot und musste sich daher umgewöhnen. Zwar war er im Vorjahr mehrfach für das Team unterwegs, allerdings musste er sein Auto danach immer wieder abgeben. "Vorher habe ich viel gelernt und generell Praxis bekommen, jetzt muss ich mehr auf das Wochenende vorausblicken", sagt er.

Das sei ihm heute einigermaßen gelungen. Zunächst musste er sich an die für ihn neue Strecke gewöhnen, doch danach habe er sich und das Auto immer weiter verbessert. "Es hat mich ein paar Runden gekostet, mich reinzufinden, doch am Ende des zweiten Trainings habe ich mich recht wohlgefühlt."

Was für ihn an diesem Wochenende drin ist, möchte er noch nicht erahnen, doch das Auto habe sich schon einmal wie bei den Testfahrten angefühlt. Das ist aber nicht zwingend gut, denn es haben sich die gleichen Probleme wie in Spanien eingestellt. "Es ist ein generelles Balance-Problem, das sich durch mehr Abtrieb lösen lässt", so Norris. Der will aber erst einmal gefunden werden. "Aber ich fühle mich wohl, und das ist erst einmal die Hauptsache."

Problematisch ist für ihn aber auch das Set-up, denn Norris hat keine Erfahrungswerte, wie stark sich die Strecke von Training eins bis Rennen ändert. "Manchmal kann sich ein Auto im ersten Training schrecklich anfühlen, und wenn man das genau gleiche Set-up im Rennen verwendet, ist es viel besser", so der Brite. "Da muss ich Carlos mal fragen, was er dazu sagt, was wir am Wochenende verändern müssen - und dann muss ich mir das für die Zukunft merken."

 

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