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Nach dem Aus für Müller, Hummels und Boateng

Ausbootung von Bayern-Stars: Sammer kritisiert Löw

15.03.2019 11:41
Für Matthias Sammer ist der deutsche Fußball nur noch Durchschnitt
Für Matthias Sammer ist der deutsche Fußball nur noch "Durchschnitt"

Matthias Sammer hat die Art und Weise kritisiert, wie Bundestrainer Joachim Löw den drei Weltmeistern Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller das Aus in der Fußball-Nationalmannschaft beigebracht hat.

Der Vorgang sei "bedingt optimal vorbereitet" gewesen, meinte Sammer bei "Eurosport". Man wollte die Entscheidung optimal kommunizieren, "und was ist passiert? Sie stehen alle im Prinzip beschädigt da", sagte der TV-Experte.

"Das hat nochmal die ganze Diskussion verschärft", erklärte der ehemalige Sportdirektor von Bayern München, der sich als "Freund konsequenter Entscheidungen" bezeichnete, "aber von richtig klugen."

Nach dem dreifachen Aus von deutschen Teilnehmern im Achtelfinale der Champions League kritisierte Sammer auch den hiesigen Vereinsfußball. Für den früheren Europameister ist die Bundesliga aktuell nur noch Mittelmaß.

Sammer: "Andere Nationen haben uns überholt"

"Wir laufen der Musik in der Spitze hinterher. Wir sind Durchschnitt, aber Deutschland ist eigentlich nicht Durchschnitt", sagte Sammer bei Eurosport: "Wir sollten einfach mal diskutieren: Was macht Gewinner aus, und was macht aktuell den deutschen Fußball aus? Denn wir sind aktuell alles - aber keine Gewinner."

Der frühere Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes kritisierte, dass die seit Jahren zu beobachtende Negativentwicklung nicht ernst genug genommen worden sei.

"Ich glaube, dass uns andere Nationen in unserer Grundstärke überholt haben. Nicht nur fachlich-inhaltlich, sondern auch mit dem größeren Hunger und Willen", sagte Sammer: "Deshalb muss man sich im deutschen Fußball grundsätzliche Gedanken machen."

Die drei deutlichen Niederlagen von Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 in den jüngsten Champions-League-Duellen mit englischen Klubs sei bezeichnend, so Sammer: "Die Premier League ist das Maß aller Dinge im Moment. Die Besten spielen in England, und dort gibt es auch die besten Trainer."

 

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