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Jovic lupft die Eintracht in die nächste Runde

Viertelfinale! Frankfurt feiert magische Nacht in Mailand

14.03.2019 22:51
Die Eintracht setzte sich hochverdient gegen Inter Mailand durch
© getty, Alex Grimm
Die Eintracht setzte sich hochverdient gegen Inter Mailand durch

Die europäische Abenteuerreise von Eintracht Frankfurt geht nach einer magischen Nacht im San Siro weiter, ein letztes deutsches Fähnchen weht noch im internationalen Geschäft. Mit 1:0 (1:0) siegte der DFB-Pokalsieger im Rückspiel bei Inter Mailand und erreichte damit das Viertelfinale der Europa League. Nach dem kollektiven Versagen der Champions-League-Teilnehmer ist die Eintracht der einzige verbliebene Bundesligist im Europacup.

Torjäger Luka Jovic (6.) ließ die Hessen nach dem 0:0 im ersten Achtelfinal-Duell in der Vorwoche jubeln. Erstmals seit 1995 (damals im UEFA-Cup) zogen sie damit in einem europäischen Klubwettbewerb in die Runde der letzten Acht ein und schwangen sich am Tag nach dem bitteren Königsklassen-K.o. von Bayern München zum großen deutschen Hoffnungsträger auf. Bei der Auslosung am Freitag in Nyon erwarten die Frankfurter gespannt ihren nächsten Gegner.

"Wir freuen uns riesig über den fantastischen Sieg gegen Inter Mailand. Das ist Wahnsinn. Wir sind immer besser und besser ins Spiel gekommen und haben Inter Mailand weit vom Tor weggehalten. Wir hatten vor dem Spiel besprochen, wie das alles ablaufen soll, und es hat exzellent funktioniert. Jetzt schauen wir mal, wen wir als Gegner bekommen und dann kann die Reise weitergehen", sagte ein überglücklicher Martin Hinteregger nach dem Spiel.

SGE-Sportvorstand Fredi Bobic erklärte: "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft,. Wir waren von der ersten Minute an im Spiel. Jeder hat alles reingeworfen. Das Team lebt, das ist das entscheidende. Die Jungs haben es sich verdient, weil sie eine überragende Leistung gezeigt haben." Torhüter Kevin Trapp ergänzte: "Wir haben gegen Mannschaften gespielt, die jedes Jahr in der Champions League spielen, das darf man auch nicht vergessen. Von daher dürfen wir sehr, sehr stolz sein."

Mehr als 13.500 Eintracht-Fans hatten ihre Mannschaft nach Italien begleitet, ein Auswärts-Rekord für die Europa League. Am Nachmittag versammelten sich die Anhänger vor imposanter Kulisse auf dem Vorplatz des Mailänder Doms, marschierten dann gemeinsam zum altehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadion. Dort sorgten sie, obwohl ganz oben unters Dach gepfercht, von Beginn an für eine begeisternde Europapokal-Atmosphäre.

Frankfurt mit Chancen am Fließband

Die Mannschaft ließ sich davon inspirieren und entfachte prompt einen furiosen Angriffswirbel. Nach nicht einmal drei Minuten traf Sebastien Haller per Abstauber die Torlatte, nur zwei Minuten später setzte sich Jovic im Laufduell durch und erzielte per Lupfer die Führung. Co-Trainer Christian Peintinger, der den nach seinem Innenraumverweis im Hinspiel gesperrten Chefcoach Adi Hütter vertrat, sah bei seiner Premiere an der Seitenlinie eine perfekte Anfangsphase seiner Mannschaft.

Erst langsam löste sich auch Inter aus seiner anfänglichen Schockstarre und näherte sich dem Tor der Gäste an. Die vermeintlich beste Möglichkeit ließ der frei durchstartende Keita Balde allerdings verpuffen, indem er sich den Ball zu weit vorlegte. Auf der Gegenseite wurde einem Treffer von Haller wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. Zudem verpassten Mijat Gacinovic (39.) und Jovic (40.) das 2:0 nur knapp.

Eintracht lässt das 2:0 liegen

Zur Pause blieb es bei der knappen Frankfurter Führung, doch auch nach dem Seitenwechsel nahm der Bundesligafünfte den Fuß nicht vom Gaspedal. Während die Fans auf den Rängen weiter für eine echte Gänsehaut-Stimmung sorgten und die rund 30.000 Inter-Tifosi locker übertönten, widerstand die Eintracht der Versuchung, sich hinten einzuigeln. Obwohl Mailand seine Offensivbemühungen nun merklich intensivierte, spielte auch der Gast weiter mutig nach vorne.

Der Lohn waren etliche weitere Chancen, etwa für Haller (55.), Gacinovic (56.), Jovic (61./68.) und Filip Kostic (65./78.). Zwar wurde auch Inter jetzt phasenweise gefährlich, Matteo Politanos Schlenzer (57.) und ein Distanzschuss von Milan Skriniar bedeuteten die bis dato besten Möglichkeiten für die Gastgeber. Insgesamt aber wirkte die Eintracht-Defensive um den sehr umsichtigen Makoto Hasebe bis in die Schlussphase hinein extrem sattelfest.

 

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