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Plätze sieben, acht und neun für deutsche Springer

Kobayashi sensationell - DSV-Stars fliegen in die Top 10

14.03.2019 18:42
Kobayashi war einmal mehr nicht zu schlagen
© getty, Lars Baron
Kobayashi war einmal mehr nicht zu schlagen

Der frisch genesene Richard Freitag in Podestnähe, drei DSV-Adler unter den Top 10: Zwei Tage nach dem Debakel von Lillehammer haben sich die deutschen Skispringer beim vorletzten Wettbewerb der Raw-Air-Tour in Trondheim stark verbessert gezeigt und sich Selbstvertrauen für die spektakulären Flugshows zum Saisonabschluss geholt.

"Ich bin wirklich wieder gut reingekommen", sagte Freitag im "ZDF" nach seinem siebten Platz beim Sieg des japanischen Überfliegers Ryoyu Kobayashi. Die ersten beiden Raw-Air-Stationen hatte der Teamweltmeister aus Sachsen erkrankt verpasst, jetzt meldete er sich eindrucksvoll zurück.

"Es war ein deutlicher Aufwärtstrend bei uns, es war auch gar nicht mehr so weit zum Podium", sagte Bundestrainer Werner Schuster, der nach dem Springen in Lillehammer, als Andreas Wellinger auf Platz 14 der beste Deutsche gewesen war, noch von einer "erbärmlichen" Leistung gesprochen hatte.

Am Donnerstag belegten gleich hinter Freitag der WM-Zweite Karl Geiger und Eisenbichler die Ränge acht und neun. "Ich habe mir nochmal ein wenig das Gefühl holen können", sagte Eisenbichler: "Jetzt freue ich mich aufs Skifliegen, da will ich einfach laufen lassen und nicht nachdenken."

Kobayashi nicht zu schlagen

Kobayashi, der bereits als Gesamtweltcup-Sieger feststeht, lag bei seinem zwölften Saisonsieg nach Sprüngen auf 141,0 und 141,5 m mit 298,4 Punkten vor dem Norweger Andreas Stjernen (288,0), der im letzten Springen seiner Karriere noch einmal auf dem Podest landete. Dritter wurde der Österreicher Stefan Kraft (280,5). Freitag (273,4) fehlten rund sechs Meter zum Podest.

In der Raw-Air-Gesamtwertung führt im Kampf um die Siegerprämie von 60.000 Euro vor der letzten Station in Vikersund ab Freitag Skiflug-Weltrekordler Kraft mit 1356,4 Punkten vor Kobayashi (1346,9), der aber wohl bei den Fliegen auf dem "Monsterbakken" nicht mehr dabei sein wird. Eisenbichler bleibt als bester Deutscher Fünfter.

Team-Weltmeister Stephan Leyhe, beim Auftaktwettbewerb in Oslo schwer gestürzt, erreichte nach Platz 23 in Lillehammer nicht einmal den zweiten Durchgang und belegte Rang 34. "Er ist wirklich angeschlagen, hatte nach Oslo extreme Schmerzen", sagte Schuster: "Er will sich zwar durchbeißen, aber er wird nicht zum Skifliegen nach Vikersund fahren. Das wäre in seiner Situation zu gefährlich." Einen empfindlichen Rückschlag kassierte Wellinger. Der Olympiasieger, in Lillehammer noch klar verbessert, schied nun als 37. im ersten Durchgang aus.

Lundby triumphiert bei den Damen

Bei der Raw-Air-Tour der Frauen, deren Premiere am Donnerstag in Trondheim endete, sicherte sich Norwegens Weltmeisterin Weltmeisterin Maren Lundby den Tageserfolg und damit auch den mit 35.000 Euro dotierten Gesamtsieg. Lundby setzte sich bei ihrem elften Saisonerfolg am Donnerstag vor Team-Weltmeisterin Juliane Seyfarth durch.

Vizeweltmeisterin Katharina Althaus musste sich zum Abschluss mit dem fünften Rang begnügen, verteidigte aber erfolgreich Platz zwei der Raw-Air-Wertung und damit eine Prämie von 15.000 Euro. Seyfarth schob sich in der Gesamtwertung noch auf Rang drei vor, gleichbedeutend mit einem Preisgeld von 5000 Euro.

Anders als die Männer treten die Frauen nicht mehr zum Fliegen in Vikersund an, sondern bestreiten eine Russland-Tour, die am Wochenende in Nischni Tagil beginnt.

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