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Bobic, Hübner, Manga sind Eintrachts "magisches Dreieck"

14.03.2019 11:07
Fredi Bobic (l.) und Bruno Hübner (r.) sind seit Jahren bei Eintracht Frankfurt
Fredi Bobic (l.) und Bruno Hübner (r.) sind seit Jahren bei Eintracht Frankfurt

Die sportliche Erfolgsserie von Eintracht Frankfurt gründet auch auf der guten Arbeit in der Führungsetage. Ein Trio stellt hinter den Kulissen die Weichen.

"Büffelherde", "magisches Dreieck", "Trio Infernale" - Eintracht Frankfurts furioser Dreiersturm mit Luka Jovic, Sébastien Haller und Ante Rebic hat in dieser Saison schon viele Spitznamen gesammelt.

Was deutlich weniger Leute wissen: Auch abseits des Platzes besitzt der Bundesligafünfte ein erfolgreiches Dreiergespann. Sportvorstand Fredi Bobic, Sportdirektor Bruno Hübner und Chefscout Ben Manga sind die Strippenzieher hinter den jüngsten Erfolgen des Pokalsiegers.

Vor allem Manga fliegt dabei in der medialen Berichterstattung unter dem Radar. Dabei gilt der 45-Jährige als entscheidender Kaderplaner der Hessen.

Um die Jahrtausendwende herum war er selbst Profi, allerdings verhinderten Verletzungen eine womöglich größere Spielerkarriere. Nur einmal stand der in Äquatorialguinea geborene Manga im Rampenlicht: Als er 1995 gegen Bayern München groß aufspielte und mit Fortuna Düsseldorf den Favoriten in Runde zwei des DFB-Pokals ausschaltete.

Heute kümmert sich Manga um das Aufspühren und Entdecken von neuen Spielern. Sein Aufgabenbereich ist klar abgesteckt.

Manga reist oft wochenlang durch die Welt. Kehrt er von einer Reise zurück, legt er Bobic und Hübner eine Liste mit interessanten Namen vor. Sportvorstand und Sportdirektor prüfen dann, welche Profis sie in die Mainmetropole lotsen wollen und können.

Fredi Bobic sieht Eintracht Frankfurt als "Ausbildungsverein"

Dabei kommt es den Verantwortlichen neben den rein sportlichen Fähigkeiten auch auf andere Faktoren an. "Wir sind ein gehobener Ausbildungsverein", erklärte Bobic zuletzt im "Doppelpass" bei "Sport1". Zudem sprach er von einer gewissen Mentalität, die die Spieler bräuchten, und dass "noch Entwicklungspotenzial" vorhanden sein müsse.

Auch bei Bobic und Hübner ist die Aufgabenteilung klar geregelt. Hübner sei quasi rund um die Uhr bei der Mannschaft und halte ihn, den Sportvorstand, jederzeit auf dem Laufenden, berichtete Bobic zuletzt. "Anders würde es auch gar nicht mehr funktionieren", meinte er: "Die Aufgaben eines Sportchefs sind so vielfältig geworden, dass du das alleine gar nicht mehr bewerkstelligen kannst."

Eintracht Frankfurt mit Konstanz

Ein Vorteil der Frankfurter in Zeiten hoher Personalfluktuation ist, dass die Mitarbeiter im Hintergrund seit einigen Jahren dieselben sind.

Hübner ist seit 2011 an Bord, Bobic und Manga seit 2016. Nahezu die komplette sportliche Führungsebene - auch Trainer Adi Hütter etwa - besitzt Verträge bis mindestens 2021. Einzig Mangas Kontrakt läuft im Juni aus. Das sorgt prompt für Gerüchte.

Wie das italienische Fußballportal "Calciomercato" zuletzt berichtete, soll Erstligist AS Rom seine Fühler ausgestreckt haben.

Der Serie-A-Klub will den Frankfurter Talentsucher demnach als Sportdirektor verpflichten. Die gute Arbeit bei der Eintracht bleibt eben nicht unbemerkt. "Da gehen mir die Superlative aus. Großer Respekt", sagte auch Eurosport-Experte Matthias Sammer über das Eintracht-Dreigestirn. Es ist Frankfurts "magisches Dreieck" im Hintergrund.

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