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Europas FIFA-Vertreter beraten über Klub-WM und 2022

14.03.2019 07:33
Für DFB-Präsident Reinhard Grindel ist der Wunsch nach einer XXL-WM nachvollziehbar
Für DFB-Präsident Reinhard Grindel ist der Wunsch nach einer XXL-WM nachvollziehbar

Die europäischen Vertreter um DFB-Präsident Reinhard Grindel stimmen heute ihr Verhalten für das richtungsweisende Treffen des FIFA-Councils in Miami ab.

Auf der Tagesordnung stehen dabei unter anderem eine vergrößerte Klub-WM und die Prüfung der Ausweitung der WM 2022 auf 48 Teilnehmer und mehrere Gastgeberländer. Bei beiden brisanten Punkten ist kein grundsätzliches Veto der Europäer, die eigentlich FIFA-Präsident Gianni Infantino kritisch gegenüberstehen, zu erwarten.

"Eine WM-Teilnahme ist der Traum vieler Länder auf der Welt und ein großer Schub für den Fußball dort. Deshalb kann ich schon nachvollziehen, dass viele Verbände in der FIFA das 48er Format wollen", sagte Grindel der "Deutschen Presse-Agentur" über den Plan, die Zahl der Nationen bei der an Katar vergebenen WM zu erhöhen. "Das dürfen wir nicht nur durch die deutsche Brille sehen."

Eine Machbarkeitsstudie der FIFA kommt zu dem Schluss, dass eine XXL-WM möglich sei - vorausgesetzt, dass ein oder mehrere Länder als weitere Gastgeber neben Katar gefunden werden. Das Council könnte den Weg für einen endgültigen Beschluss des FIFA-Kongresses am 5. Juni bereiten. Das Turnier dürfe nicht länger als die bislang geplanten 28 Tage dauern, sagte Grindel. "Es muss außerdem gewährleistet sein, dass in einem Land, das Co-Ausrichter der WM sein will, keine Sanktionen herrschen dürfen, die Fans, Journalisten und Teams in ihren Freiheiten einschränken."

Zudem sollen die Council-Mitglieder einer Klub-WM mit 24 statt bislang sieben Teilnehmern zustimmen, die als Pilotprojekt im Sommer 2021 den bisherigen Confederations Cup ersetzen soll. Es sei positiv, dass dabei "das Geld im Kreislauf des Fußballs" bleibe, sagte Grindel. Offen sei unter anderem, wer über die Teilnehmer entscheide und wie Einnahmen verteilt würden. "Deshalb ist es für eine abschließende Bewertung noch zu früh."

 

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