Anzeige
powered by Alles zur Formel 1: News, Ergebnisse, Formel 1 Liveticker und mehr zur F1

Gespräche sind "nicht an mangelndem Interesse" gescheitert

Wolff gibt zu: Mercedes hatte "ein Auge" auf Ricciardo

13.03.2019 14:10
Daniel Ricciardo hätte vielleicht im Auto von Valtteri Bottas sitzen können
© getty, Mark Thompson
Daniel Ricciardo hätte vielleicht im Auto von Valtteri Bottas sitzen können

Daniel Ricciardo startet in der Formel-1-Saison 2019 für Renault, doch nach und nach stellt sich heraus, dass der Australier die Königsfigur im Transferschach des Jahres 2018 war.

Nicht nur, dass er mit Red Bull schon fast einig war, was eine Vertragsverlängerung betrifft, bevor er bei Renault unterschrieben hat, stellt sich nun heraus, dass er auch mit Mercedes gesprochen hat.

"Wir hatten schon immer ein Auge auf Daniel", bestätigt Teamchef Toto Wolff gegenüber der brasilianischen Plattform "Globo", dass Mercedes den 29-Jährigen grundsätzlich "gern" im Team gehabt hätte.

Das ist insofern interessant, als Ricciardo erst kürzlich zugegeben hat, dass er ein wenig enttäuscht über das letztendlich mangelnde Interesse von Ferrari und Mercedes, also den beiden anderen Topteams, war.


Mehr dazu: Ricciardo gibt zu: Von Mercedes und Ferrari enttäuscht


Wolff erklärt: Ein Fahrerwechsel sei nicht einfach, solange man mit den eigenen Fahrern zufrieden ist. "Das ist wie in einer Ehe: Da musst du hundertprozentig engagiert sein." Die Ricciardo-Gespräche seien "nicht an mangelndem Interesse" gescheitert, sondern: "Wir waren zu dem Zeitpunkt in einer glücklichen Beziehung. Also haben wir keinen Anlass gesehen, mit einer anderen Frau zu flirten."

Bottas hatte nach seinem Qualifying-Crash in Melbourne ein paar starke Leistungen gezeigt und wäre mit dem Sieg in Baku, den er durch einen Reifenschaden kurz vor Schluss verlor, sogar mittendrin im WM-Kampf gewesen. Doch in den nächsten Wochen fiel er gegenüber Lewis Hamilton deutlich ab. In jener Zeit gab es offenbar lose Gespräche zwischen Mercedes und Ricciardo.

Nur wenn man mit den eigenen Fahrern nicht zufrieden sei, schaue man sich woanders um, unterstreicht Wolff. Und er sagt: "Im Mai, Juni waren wir mit Valtteri nicht zufrieden. Wir hätten die Gespräche mit Daniel ja fortgesetzt, aber Valtteri zeigte dann sehr starke Leistungen. Also wollten wir nicht, dass Daniel mit uns seine Zeit verschwendet."

 

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige