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WM-Gold geht nach Schweden

"Nicht schnell genug": Dahlmeier verpasst Bronze-Hattrick

12.03.2019 17:02
Laura Dahlmeier verpasst WM-Medaille im Einzel
© getty, Alexander Hassenstein
Laura Dahlmeier verpasst WM-Medaille im Einzel

Sieben Sekunden fehlten Biathlon-Star Laura Dahlmeier am Dienstag zur nächsten WM-Medaille. Im Einzel von Östersund lief die siebenmalige Weltmeisterin auf den vierten Rang.

Laura Dahlmeier stürmte mit aufgerissenem Mund und kraftvollen Stockschüben dem Ziel entgegen - diesmal blieb ihre Energieleistung allerdings ungekrönt: Trotz einer famosen Schlussrunde hat die Biathlon-Überfliegerin bei der WM in Östersund den "Bronze-Hattrick" und ihre 14. WM-Medaille in Serie verpasst.

Im Einzel über 15 km lief die Titelverteidigerin auf Rang vier, 7,0 Sekunden fehlten Dahlmeier nur zu Edelmetall.

"Es können leider nur drei auf dem Podium stehen, am Schluss haben leider ein paar Prozent gefehlt", sagte Dahlmeier in der "ARD". Die 25-Jährige, die zuvor in Sprint und Verfolgung Bronze gewonnen hatte, war dennoch zufrieden: "Es war wieder ein richtig gutes Rennen. Vielleicht war ich beim Schießen nicht schnell genug."

Hanna Öberg gewinnt dramatisches Rennen

In einem kräftezehrenden und dramatischen Rennen sicherte sich die schwedische Olympiasiegerin Hanna Öberg den Titel. Sie blieb wie die Italienerin Lisa Vittozzi ohne Fehlschuss, lief allerdings 23,6 Sekunden schneller. Den dritten Rang, auf den Dahlmeier trotz einer Strafrunde lange gehofft hatte, holte die Französin Justine Braisaz (1/+32,5).

Dahlmeier begann das längste und anspruchsvollste Rennen der Skijäger genau so, wie sie ihre beiden ersten Medaillen gewonnen hatte. Aufgrund der zahlreichen gesundheitlichen Probleme vor und während der Titelkämpfe lief die Bayerin überlegt und mit dosiertem Tempo, dafür räumte sie beim ersten Anschlag liegend alle Scheiben ab. Mit rotem Kopf verschwand sie wieder in den Wäldern Östersunds.

Dort ging sie auf der zweiten Runde offenbar auch nicht über die Schmerzgrenze hinaus, denn auch im viel kniffligeren Stehendanschlag fielen die Scheiben so sicher wie in besten Zeiten. Das gab Mut für die zweite Rennhälfte, in der meistens erst über die Medaillen entschieden wird - so auch im Falle von Dahlmeier.

Laura Dahlmeier patzt beim 13. Schuss

Während zunächst alles nach einer erneut tadellosen Einlage aussah, ging der 13. Schuss neben das Ziel, eine Strafminute inklusive. Gold war damit zwar in weite Ferne gerückt, allerdings nicht unerreichbar. Die nötigen Voraussetzungen dafür: Eine fehlerfreie Einlage und eine superschnelle letzte Runde.

Dahlmeier, die in ihrer Karriere drei Erfolge im Einzel gefeiert hatte, gelang beides. Sie mobilisierte zum Schluss ihre letzten Kraftreserven und sah beim Blick auf die Anzeigetafel die "1" vor ihrem Namen aufleuchten. Zunächst schob sich Öberg vor die Deutsche, dann Vittozzi - und am Ende auch noch Braisaz.

Im Einzel der Männer über 20 km peilen am Mittwoch (16;10 Uhr) die Männer ihre erste Einzel-Medaille an. Neben Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer schickt der Deutsche Skiverband (DSV) Roman Rees, Benedikt Doll und Erik Lesser in die Loipe.

"Der Einzel wird ein knüppelhartes Rennen, am Ende muss man trotz der hohen Belastung am Schießstand gut durchkommen. Das wird der Schlüssel sein", sagte Peiffer.

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