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Nur Eisenbichler in den Top 10

DSV-Adler bei Norge-Heimsieg im Sturzflug

10.03.2019 16:22
Markus Eisenbichler enterte als einziger DSV-Starter die Top 10
© getty, Lars Baron
Markus Eisenbichler enterte als einziger DSV-Starter die Top 10

Weltmeister Markus Eisenbichler deutlich zurück, Pechvogel Stephan Leyhe nach seiner Bruchlandung gar nicht erst am Start: Die DSV-Adler sind nach den Skisprung-Festtagen der WM gerupft worden.

Beim Auftakt der Raw-Air-Tour in Oslo war Eisenbichler als Zehnter noch der beste im deutschen Team, für das zuvor schon im Mannschaftswettkampf mit Platz fünf und Leyhes letztlich noch glimpflichem Sturz viel schiefgelaufen war.

"Es ist schon ein bisschen unglücklich gelaufen", sagte Bundestrainer Werner Schuster in der ARD: "Wir haben in Stephan einen wichtigen Mann verloren. Markus und Karl Geiger haben erkennen müssen, dass man hier ganz anders springen muss als in Innsbruck."

Eisenbichler hatte nach Pech mit den Bedingungen im ersten Durchgang nur auf Rang 21 gelegen, machte im zweiten Versuch noch einige Plätze gut und schafft es letztlich mit 237,8 Punkten (120,0+132,5 m) in die Top 10.

Eisenbichler ist "nicht traurig"

"Der Holmenkollen ist eine schwierige Schanze. Im zweiten Durchgang war ich ein wenig zu aggressiv, dann kommt so was raus", sagte Eisenbichler: "Ich bin trotzdem nicht traurig. Besser nur ein guter Sprung als gar kein guter Sprung. Ich bin noch gut drauf und freue mich auf die kommenden Tage."

Sieger Robert Johansson, der bereits die Norweger zum Teamerfolg geführt hatte, setzte sich mit 262,0 Punkten (127,0+133,0 m) vor dem Österreicher Stefan Kraft (258,3) und Peter Prevc aus Slowenien (252,8) durch. Ryoyu Kobayashi sicherte sich mit Platz fünf als erster Japaner den Sieg im Gesamtweltcup. In der Raw-Air-Gesamtwertung liegt Johansson vor der zweiten Station ab Montag in Lillehammer vorne.

Vizeweltmeister Geiger blieb als 17. hinter den Erwartungen zurück, Junioren-Teamweltmeister Constantin Schmid kam auf Platz 21. Der formschwache Olympiasieger Andreas Wellinger schied als 34. im ersten Durchgang aus.

Prämie stark gekürzt

Leyhe hatte sich bei seinem Sturz am Samstag kleinere Blessuren im Gesicht und am Sprunggelenk zugezogen. Ob der Willinger am Montag in der Qualifikation zum nächsten Springen in Lillehammer antreten kann, ist offen. Der Sieger der nun auf insgesamt 15 Sprünge verkürzten Serie erhält 60.000 der insgesamt 100.000 Euro Prämie.

Leyhes Sturz war einer der heftigsten mehrerer Stürze bei einem Sprungwochenende unter schwierigsten Windbedingungen - am Sonntag erwischte es auch die deutsche Teamweltmeisterin Ramona Straub, die mit Verdacht auf eine schwerere Knieverletzung nach Deutschland zurückkehren musste.

Schuster haderte nach dem Teamspringen unter fast schon gemeingefährlichen Bedingungen mit Platz fünf. "Das ist echt bitter", sagte Schuster in der "ARD". Der Ärger über eine verpasste Siegchance rückte angesichts von Leyhes Sturz in den Hintergrund, auch wenn Schuster festhalten wollte: "Wir hätten heute gewinnen können." Der Sieg ging an Norwegen mit 469,8 Punkten vor Japan (456,8) und Österreich (454,4). Deutschland kam auf 437,9 Punkte.

Norwegens Schlussspringer Johansson sprang auf 144,0 m, verbesserte den Schanzenrekord um drei Meter, sprang aber dabei in einen eigentlich nicht mehr zu kontrollierenden Bereich. Schon zuvor hatte es einige heikle Szenen gegeben, Geiger hatte einen Sturz knapp vermieden, als ihn eine Windböe erwischte.

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