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"Der Wind kam aus allen Richtungen"

Ohrfeige für Klopp! Liverpool verspielt Tabellenführung

03.03.2019 19:22
Für Mo Salah und den FC Liverpool gab es gegen Everton nichts zu holen
Für Mo Salah und den FC Liverpool gab es gegen Everton nichts zu holen

Der englische Fußball-Traditionsklub FC Liverpool hat im Meisterrennen einen herben Rückschlag kassiert und die Tabellenführung wieder eingebüßt.

Die Mannschaft von Teammanager Jürgen Klopp kam am 29. Spieltag im Stadtderby beim FC Everton nicht über ein 0:0 hinaus und musste Titelverteidiger Manchester City vorbeiziehen lassen. Das Team von Pep Guardiola hatte bereits am Samstag 1:0 (0:0) beim AFC Bournemouth gewonnen und liegt mit 71 Punkten nun einen Zähler vor Liverpool.

Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit, in der Mohamed Salah die einzig nennenswerte Chance vergab (29.), drehten die Reds nach dem Seitenwechsel auf. Wirklich zwingend wurde die Klopp-Elf aber nur selten. Die beste Möglichkeit vergab Fabinho (69.), der freistehend in letzter Sekunde am Abschluss gehindert wurde.

Auch die Einwechslung des Brasilianers Firmino (63.) brachte nicht den erhofften Schwung gegen die Mannschaft des FC Everton, die klug verteidigte und ihr Glück im Konterspiel suchte. Doch auch den Toffees ging die nötige Durchschlagskraft ab.

Klopp: "Nicht das Ergebnis, das wir haben wollten"

"Es war aus vielen Gründen ein schwieriges Spiel. Ich weiß, die Leute wollen das nicht hören, aber der Wind kam aus allen Richtungen, der Ball war sehr oft in der Luft", suchte Klopp nach der Partie nach Erklärungen. "Es ist nicht das Ergebnis, das wir haben wollten, aber es ist leicht zu akzeptieren, denn es war ein schwieriges Spiel", ergänzte der Deutsche.

Obwohl die Reds die Tabellenführung abgeben mussten, gab sich Klopp mit Blick auf das Titelduell gegen ManCity zuversichtlich: "Das Gute ist, dass wir mittendrin sind. Und mein Gefühl ist, dass wir bereit dafür sind. [...] Wir wissen, dass wir gut sind. Leider sind andere Mannschaften in der Liga auch gut."

FC Chelsea zurück in der Erfolgsspur

Der FC Chelsea feierte unterdessen einen wichtigen Pflichtsieg im Kampf um den Einzug in die Champions League. Die Blues, bei denen Torhüter Kepa Arrizabalaga nach seiner Denkpause in die Startelf zurückkehrte, gewannen beim Vorletzten FC Fulham 2:1 (2:1) und hielten als Tabellensechster den Anschluss an die besten Vier. Der Rückstand auf den Vierten Manchester United beträgt zwei Punkte.

Fulhams Interimstrainer Scott Parker, der den entlassenen Claudio Ranieri beerbte, startete mit einer Niederlage in die Mission Klassenerhalt. 2014er-Weltmeister André Schürrle fehlte krankheitsbedingt.

Ebenfalls eine Niederlage zum Einstand kassierte Brendan Rodgers als Teammanager von Leicester City. Die Foxes verloren beim FC Watford 1:2 (0:1). Rodgers war zu Wochenbeginn vom schottischen Meister Celtic Glasgow nach Leicester gewechselt.

BVB-Gegner Tottenham holt 1:1 im Derby gegen Arsenal

Bereits am Samstag hatte der Tabellendritte Tottenham Hotspur eine durchwachsene Generalprobe für das Champions-League-Rückspiel gegen Borussia Dortmund am Dienstag hingelegt. Die Spurs kamen im Nord-London-Derby gegen den FC Arsenal nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus, wahrten aber das Vier-Punkte-Polster auf den Rivalen. Ex-Nationalspieler Mesut Özil war nach seiner Gala gegen Bournemouth (5:1) unter der Woche erst in der 72. Minute eingewechselt worden.

Vom Unentschieden der Konkurrenten profitierte Rekordmeister Manchester United. Die Red Devils feierten unter Teammanager Ole Gunnar Solskjaer durch ein 3:2 (0:1) gegen den FC Southampton den zehnten Sieg im zwölften Ligaspiel und kletterten auf Platz vier, vorbei am FC Arsenal. Southampton mit Teammanager Ralph Hasenhüttl bleibt mit 27 Punkten auf dem 17. Platz, zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen.

Das Zwischenhoch aus dem Sieg gegen die Wolverhampton Wanderers am Mittwoch konnte Huddersfield Town nicht fortsetzen. Das Team von Jan Siewert verlor bei Brighton & Hove Albion 0:1 (0:0) und ist mit 14 Punkten weiter Tabellenletzter. Der Klassenerhalt ist anhand von 13 Punkten Rückstand auf Southampton nur noch theoretisch möglich.

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