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"Müssen besser spielen": Löwen nach Achterbahn nur Fünfter

03.03.2019 11:43
Die Löwen hatten gegen Barca keine Chance
Die Löwen hatten gegen Barca keine Chance

Sieben Siege, sieben Niederlagen: Die Rhein-Neckar Löwen blicken auf eine wechselhafte Vorrunde in der Champions League zurück. Die Ausgangslage für die nun anstehenden K.o.-Spiele ist kompliziert, für die SG Flensburg-Handewitt ist der Weg zum Final Four leichter.

Oliver Roggisch war angefressen. Seinen ungeplanten Ausflug auf die Trainerbank zum Abschluss der Champions-League-Vorrunde hatte sich der Sportchef der Rhein-Neckar Löwen anders vorgestellt. "Wir wissen, dass wir besser Handball spielen müssen. Darüber werden wir sprechen", sagte Roggisch nach dem 25:30 (12:20) beim FC Barcelona dem "Mannheimer Morgen".

Durch die siebte Niederlage im 14. Spiel verpasste der deutsche Vizemeister eine bessere Ausgangssituation für die K.o.-Spiele und schloss die Vorrundengruppe A auf dem fünften Platz ab. Im Achtelfinale (20. und 30. März) treffen die Löwen auf den letztjährigen Finalisten HBC Nantes und müssen dabei zunächst zu Hause ran.

Die Partie in Barcelona glich einer Achterbahnfahrt - und passte damit ins Bild einer bislang durchwachsenen Saison. Einer ganz schwachen ersten Halbzeit folgte ein (zumindest kleines) Aufbäumen in Abschnitt zwei, das das Ergebnis am Ende zumindest erträglich machte. "Wie schon so oft in dieser Saison sind wir zu schwankend in unserer Leistung", monierte Roggisch, der den verhinderten Trainer Nikolaj Jacobsen (Knie-Operation) als Coach vertrat: "Die erste Halbzeit war nicht in Ordnung, aber nach dem Seitenwechsel hat die Mannschaft Charakter bewiesen."

Roggisch traut dem Team eine Steigerung zu

Und doch bedarf es im Achtelfinale einer deutlichen Leistungssteigerung. Vor allem in Sachen Konstanz müssen die Löwen eine Schippe drauflegen, wenn die erste K.o.-Runde nicht zum fünften Mal in Serie Endstation sein soll. "Wir brauchen in zwei Spielen gegen Nantes eine Topleistung", sagte Roggisch: "Aber ich traue der Mannschaft zu, dass sie sich bis zu den Achtelfinalpartien steigert."

Der Weg in ein mögliches Final Four, großes Ziel aller verbliebenen Teams, ist durch den durchwachsenen fünften Platz aber höchst kompliziert. Denn selbst, wenn der Achtelfinal-Fluch gegen Nantes besiegt würde, steht der Löwen-Gegner in einem möglichen Viertelfinale schon fest: Barcelona, das dank Platz eins in Gruppe A bereits direkt für die Runde der letzten Acht qualifiziert ist.

Für die SG Flensburg-Handewitt ist der Weg ins Final Four nach Platz drei in Gruppe B von der Papierform deutlich angenehmer. Nach dem 29:29 zum Abschluss der Kaugummi-Vorrunde gegen Nantes trifft der Bundesliga-Tabellenführer im Achtelfinale auf HC Meschkow Brest, ein Duell gegen die Top-Teams Barcelona oder Paris St. Germain wäre erst im Finalturnier in Köln möglich. "Wir sind Dritter. Das ist eine gute Ausgangssituation. Und jetzt gucken wir weiter", sagte SG-Trainer Maik Machulla bei "Sky".


FC Barcelona/Spanien - Rhein-Neckar Löwen 30:25 (20:12)
Tore: Andersson (5), Syprzak (5), Fabregas (4), Tomas Gonzalez (4), Enterrios Rodriguez (2), Mem (2), Palmarsson (2), Möller (2), Arino Bengoechea (1), Gomez Abello (1), Goncalves Dos Santos (1), Brito Duarte (1) für Barcelona - Taleski (6), Kohlbacher (6), Tollbering (5), Lipovina (3), Schmid (3), Petersson (1), Radivojevic (1) für Rhein-Neckar.

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