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Storl und Klosterhalfen gewinnen EM-Silber im Kugelstoßen

01.03.2019 23:03
David Storl holte sich in Glasgow den Titel
© getty, Alexander Hassenstein
David Storl holte sich in Glasgow den Titel

David Storl und Konstanze Klosterhalfen haben den deutschen Leichtathleten innerhalb von 20 Minuten einen glänzenden Auftakt bei der Hallen-EM in Glasgow beschert.

Zunächst sicherte sich der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister Storl mit 21,54 m Platz zwei, dann lief auch Klosterhalfen über 3000 m in 8:34,06 Minuten zu Silber. Alina Reh verpasste in persönlicher Bestzeit als Vierte eine weitere deutsche Medaille knapp.

Storl unterlag mit Saisonbestleistung nur dem Polen Michal Haratyk. Der Freiluft-Europameister von Berlin stieß 21,65 m. Bronze ging an den Tschechen Tomas Stanek (21,25). Klosterhalfen musste sich der Lokalmatadorin Laura Muir mit knapp vier Sekunden Rückstand geschlagen geben, 200 m vor dem Ziel ließ die Titelverteidigerin aus Schottland die deutsche Rekordhalterin stehen. Bronze ging an die Britin Melissa Courtney, knapp vor Reh.

Storl will zurück in die absolute Weltspitze

Für Storl ist der Erfolg in Glasgow ein weiterer Baustein und Ansporn auf dem Weg zurück in die absolute Weltspitze. Bereits im vergangenen Jahr hatte er mit Silber bei der Hallen-WM und Bronze bei der EM in Berlin zwei Medaillen abgeräumt. Das Potenzial, das er sich mit seinem Trainer Wilko Schaa aufgebaut habe, sei "groß", hatte der Leipziger bereits vor der EM erklärt. Und die nächsten Ziele sind klar: Die WM Ende September in Doha und die Olympischen Spiele in Tokio.

Dorthin geht auch der Blick der formstarken Klosterhalfen. Seit ihrem Wechsel in die USA läuft es wieder für die 22-Jährige. Nach einer von Verletzungen überschatteten Saison 2018 entschied sie sich zum Schritt nach Übersee. Dort trainiert sie im Umfeld des umstrittenen "Nike Oregon Projects". Bisher mit Erfolg: Bei der Hallen-DM stellte sie einen deutschen Rekord über 3000 m auf, zu den Titelkämpfen in Schottland war sie als Weltjahresbeste angereist.

Ihre Medaillenambitionen in Glasgow unterstrich Kugelstoßerin Christina Schwanitz (LV Erzgebirge). Die Weltjahresbeste brauchte in der Qualifikation nur einen Versuch für die geforderte Weite von 18,20 m. Ein Stoß auf 19,09 genügte der 33-Jährigen. Am Sonntag (13:20 Uhr/MEZ) geht es für Schwanitz um Gold, im Finale stehen nach persönlichen Bestleistungen auch Sara Gambetta (18,17) und Alina Kenzel (18,09).

Gierisch musste verletzt passen

Letztendlich gelungen war der Auftritt des Freiluft-Europameisters Mateusz Przybylko in der Hochsprung-Qualifikation. Der Leverkusener kam als einziger Starter über die geforderte Höhe von 2,28 m - Saisonbestleistung. "Ich bin ein Kämpfer. Ich habe bis zum Ende gekämpft", sagte der 26-Jährige, der die 2,25 m erst im dritten Versuch gemeistert hatte. Ebenfalls im Finale am Samstag (19:00 Uhr/MEZ) springt Falk Wendrich.

Begonnen hatte der Tag für den DLV allerdings mit einer schlechten Nachricht. Kristin Gierisch, Medaillenhoffnung im Dreisprung, musste passen, eine im Abschlusstraining zugezogene Knieverletzung ließ eine Titelverteidigung nicht zu. Gierisch ist mit ihrem Mitte Februar aufgestellten deutschen Rekord von 14,59 m derzeit beste europäische Dreispringerin.

"Es ist so bitter für mich und meinen Trainer. Wir sind beide am Boden zerstört", teilte Gierisch mit. Kurz vor der EM hatte schon Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz, ebenfalls Nummer eins Europas, wegen Leistenproblemen auf einen Start in Glasgow verzichten müssen.

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