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Grüppchenbildung erschwert Abstiegskampf

Tedesco droht das Aus: Schalke flirtet wohl mit Schmidt

27.02.2019 07:32
Domenico Tedesco erlebt beim FC Schalke 04 derzeit viele Tiefen
© getty, Alex Grimm
Domenico Tedesco erlebt beim FC Schalke 04 derzeit viele Tiefen

Sportvorstand Christian Heidel hat sein Amt beim FC Schalke 04 bereits niedergelegt und damit die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt der Königsblauen gezogen, laut Medienberichten könnte Coach Domenico Tedesco der Nächste auf der Abschussliste sein. Einen Nachfolger hat S04 angeblich schon an der Angel.

Die deftige 0:3-Klatsche am vergangenen Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FSV Mainz soll Tedesco einen Großteil seines noch verbliebenen Kredits gekostet haben. Das berichtet die "Sport Bild". Sollte Schalke am kommenden Samstag gegen Fortuna Düsseldorf (02.03., 15:30 Uhr im sport.de-LIVE-Ticker) nicht die Wende gelingen, ist das Aus des 33-Jährigen kaum noch abzuwenden.

Er spüre zwar "unverändert" großen Rückhalt beim FC Schalke, erklärt Tedesco gegenüber "Sport Bild", stellt jedoch auch klar, dass sich eine Vorstellung wie gegen Mainz nicht wiederholen dürfe. Das Brimborium um den Rücktritt Heidels, das auch an der Mannschaft nicht spurlos vorbeigegangen ist, dürfe zudem keine Ausrede sein. "Es wäre zu einfach, das als Alibi zu nehmen", führt der junge Trainer aus.

Grüppchenbildung erschwert Tedescos Arbeit beim FC Schalke 04

Dem Bericht zufolge gestaltet sich Tedescos Arbeit bei den Knappen derzeit allerdings nicht unbedingt leicht. Das Team der Schalker soll von Grüppchenbildung durchsetzt, der wichtige enge Zusammenhalt im Abstiegskampf nicht sonderlich ausgeprägt sein.

Zudem soll man in Gelsenkirchen sogar bereits einen potenziellen Nachfolger an der Angel haben: Roger Schmidt könnte Tedesco beerben. Der 51-Jährige trainierte in Deutschland unter anderem Preußen Münster, den SC Paderborn und Bayer Leverkusen, ehe er im Sommer 2017 nach China wechselte.

Schmidts Kontrakt bei Beijing Guoan endet im Dezember 2019, eine Ausstiegsklausel soll einen vorzeitigen Ausstieg jedoch ermöglichen. Zwar verdient Schmidt rund acht Millionen pro Jahr, eine Rückkehr auf die große Fußball-Bühne dürfte jedoch durchaus reizvoll sein.


Mehr dazu: Medien: Schalke nimmt Bruno Labbadia ins Visier


Befeuert werden dürften die Gerüchte um Schmidt, sollte Schalke Nägel mit Köpfen machen und Jonas Boldt als neuen Kaderplaner auserkoren haben. Der 37-Jährige kennt Schmidt bereist aus dessen Zeit unterm Bayer-Kreuz und soll einen "sehr guten Draht" zum Ex-Spieler haben. Der ebenfalls gehandelte Bruno Labbadia (derzeit VfL Wolfsburg) steht demnach bei Boldt weniger hoch im Kurs.

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