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Kritik an junger Fußballer-Generation

Huth: "Viele spielen Fußball, um berühmt zu werden"

23.02.2019 14:49
Robert Huth hält mit Kritik nicht hinter dem Berg
© getty, Michael Regan
Robert Huth hält mit Kritik nicht hinter dem Berg

Ex-Nationalspieler Robert Huth hat die junge Fußballer-Generation für ihre Arbeitseinstellung kritisiert. Vielen gehe es nur noch um ihre Außendarstellung.

"Ich habe Fußball gespielt, um besser zu werden. Meine Generation hat mehr ins Sportlerleben investiert. Jetzt ist es umgedreht. Viele spielen Fußball, um berühmt zu werden", sagte Huth dem "Münchner Merkur". "Heute denken die 16-, 17-Jährigen: Wie ist mein Profil? Wie werde ich angesehen von anderen? Sie füllen Nischen aus, damit sie nebenbei noch Geld verdienen können, sie haben Werbeverträge, Schuhsponsoren, sie machen in der Kabine Fotos, als wären sie in Gangster-Bands. Doch wirf die mal in Los Angeles raus – dann posen sie gleich nicht mehr so."

Huths größter Karriere-Erfolg war die englische Meisterschaft mit Leicester City 2016. Im Sommer 2018 erhielt der 19-fache deutsche Nationalspieler keinen Vertrag mehr und ließ seine Karriere ohne Information für die Öffentlichkeit ausklingen.


Mehr dazu: Robert Huth verkündet Karriereende via Twitter


Huth selbst braucht die Aufmerksamkeit der Medienwelt und Fans nicht. Im Gegensatz zur jüngeren Generation, wie der 34-Jährige meint. "Die Spieler sitzen in der Kabine, haben gewonnen, lesen aber die drei schlechten Nachrichten vom Arsenal-Fan, der sagt, dass er dich hasst", meint der Fußball-Rentner. "Die meisten wollen einfach nur geliebt werden. Von irgendwelchen Leuten, die sie gar nicht kennen. Dabei ist das Wichtigste, ob beim nächsten Meeting dein Trainer den Daumen hebt oder senkt."

 

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