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"Prinz Charles": Die Pferdelunge von Bayer Leverkusen

21.02.2019 15:42
Charles Aránguiz (l.) soll bei Bayer Leverkusen verlängern
© getty, Maja Hitij
Charles Aránguiz (l.) soll bei Bayer Leverkusen verlängern

Charles Aránguiz ist bei Bayer Leverkusen im System von Trainer Peter Bosz der Stabilisator. In Kürze soll der Vertrag mit dem Chilenen verlängert werden.

Die Belohnung für konstant gute Leistungen in diesem Jahr soll Charles Aránguiz schon bald bekommen. "Wir sind in Gesprächen", sagte Bayer Leverkusens Sportvorstand Rudi Völler, der lieber heute als morgen den bis 2020 laufenden Vertrag mit dem 29 Jahre alten chilenischen Mittelfeldmotor verlängern möchte.

"Bei Charles ist es immer ein Thema, wie wohl er sich fühlt", betonte Völler zuletzt aber auch die Tücken bei den Verhandlungen mit Aránguiz, der aus familiären Gründen angeblich noch mit der Unterschrift zögert.

Dass er sich sportlich momentan bei der Werkself pudelwohl fühlt, spiegelt sich 2019 nahezu durchgängig auf dem Platz wider. Unter dem neuen Bayer-Trainer Peter Bosz, für den die 1,71 cm große Kampfmaschine der Stabilisator im ansonsten mit Kai Havertz und Julian Brandt äußerst offensiv ausgelegten Mittelfeld ist, ist Aránguiz eine feste Größe.

"Prinz Charles", wie Chiles Fußballer des Jahres 2012 in seiner Heimat genannt wird, ist zugleich auch die Pferdelunge im Bayer-Team. Mit 12,62 km verbuchte er im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf am vergangenen Sonntag wieder die beste Laufleistung aller Akteure auf dem Feld. Auf der zurückgezogenen Position im Dreier-Mittelfeld ist Aránguiz in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Laufleistung knapp unter 13 Kilometern der "fleißigste" Bayer-Profi.

Verletzungen warfen Aránguiz zurück

"Charly ist ein wichtiger Spieler für uns", sagte Leverkusens neuer Sportdirektor Simon Rolfes über Aránguiz, mit dem er ja selbst noch zusammengespielt hat. Aránguiz war im Sommer 2015 für 13 Millionen Euro vom SC Internacional Porto Alegre an den Rhein gewechselt und verletzte sich nur eine Woche nach seinem Transfer im Training an der linken Achillesferse. Eine halbes Jahr Pause war die Folge, was seine Integration im Rheinland nicht gerade einfach machte.

Auch zu Beginn dieser Saison warfen eine Knie- und eine Achillessehnenverletzung den sensiblen Schweiger zurück, nachdem er in der Spielzeit zuvor noch vom Fachmagazin "kicker" als bester defensiver Mittelfeldspieler der Rückrunde ausgezeichnet worden war. Erst im vergangenen Herbst kämpfte sich Aranguiz unter Bosz-Vorgänger Heiko Herrlich in die Startelf zurück.

In diesem Jahr ist er für den Nachfolger von Herrlich offenbar unverzichtbar. In allen sieben Pflichtspielen 2019 stand Charles Aránguiz für die Werkself die komplette Spielzeit auf dem Platz. Kein Wunder, dass sein Vertrag so schnell wie möglich verlängert werden soll.

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