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Peter Bosz blendet BVB-Gastspiel aus

20.02.2019 13:43
Peter Bosz (l.) greift mit Bayer Leverkusen in der Europa League an
Peter Bosz (l.) greift mit Bayer Leverkusen in der Europa League an

Nach dem 0:0 im Hinspiel erwartet Bayer Leverkusen im Rückspiel der ersten K.o.-Runde in der Europa League gegen den russischen Spitzenklub FK Krasnodar ein hartes Stück Arbeit.

Die Vergangenheit ausblenden, die Gegenwart bewältigen: Bevor Peter Bosz am Sonntag 470 Tage nach seiner Entlassung bei Borussia Dortmund wieder den Signal Iduna Park betritt, muss der Trainer von Bayer Leverkusen mit seinem neuen Klub auf europäischer Bühne zunächst mal am Donnerstag (21:00 Uhr) die Pflichtaufgabe gegen den europäischen Tabellenzweiten FK Krasnodar lösen.

"Das wird ein ganz schweres Spiel für uns", sagte Bosz, der nach eigenen Angaben seine Rückkehr nach Dortmund noch völlig ausblendet und keinen Gedanken an das Spitzenspiel beim Bundesliga-Tabellenführer am Sonntagabend (18:00) verschwendet: "Zuerst kommt Krasnodar. Dann denke ich an das nächste Spiel."

Rudi Völler denkt dagegen schon einen Schritt weiter. "Wir haben dieses Jahr eine große Chance, in der Europa League weit zu kommen. Dafür müssen wir aber im Rückspiel eine Top-Leistung zeigen, um Krasnodar zu schlagen und die nächste Runde zu erreichen", sagte der Sportgeschäftsführer, der ebenso wie allen Bayer-Verantwortlich insgeheim vom Finale am 29. Mai in Baku träumt. Der erste Titel für die Werkself seit 1993 (DFB-Pokalsieger) wäre gleichzeitig die Eintrittskarte für die Champions League, die in der Liga trotz des jüngsten Höhenfluges noch in weiter Ferne ist.

Tah warnt: "Das ist ein gefährlicher Gegner"

Vor dem Gegner hat Völler aber spätestens seit dem 0:0 im Hinspiel am vergangenen Donnerstag gehörigen Respekt, wie er nach dem 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag äußerte: "Krasnodar ist eine Topteam, das in Russland Meister werden will und eine ganz andere Hausnummer als Düsseldorf."

Das sieht auch Nationalspieler Jonathan Tah so: "Das ist ein gefährlicher Gegner, den wir nicht unterschätzten dürfen." Julian Brandt pflichtet bei: "Das wird eine knifflige Aufgabe. Wir müssen mit alles Macht ein Gegentor verhindern und selbst mindestens ein Tor schießen."

Auch der zuletzt überragende Kai Havertz warnt: "Krasnodar hat im Hinspiel seine Klasse gezeigt, diese Mannschaft dürfen wir nicht unterschätzen. Wir müssen uns 100-prozentig auf dieses Spiel konzentrieren und dürfen noch nicht an Dortmund denken."

Verzichten muss Bosz, der kein Elfmeterschießen auf seinem Trainingsplan hatte, weiterhin auf seinen Kapitän Lars Bender sowie Karim Bellarabi (beide Muskelverletzungen), dagegen steht Abwehrchef Sven Bender nach ausgeheilter Knöchelverletzung möglicherweise vor nur rund 17.000 Zuschauern wieder zur Verfügung.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Leverkusen: Hradecky - Weiser, Tah, Sven Bender (Dragovic), Wendell - Aranguiz - Brandt, Havertz - Alario, Volland, Bailey. - Trainer: Bosz

Krasnodar: Kritschuk - Petrow, Spajic, Martynowitsch, Stotski - Gaschisnki - Wanderson, Cueva, Pereijra, Claesson - Ignatschew. - Trainer: Mussajew

Schiedsrichter: Vytautas Simkus (Litauen)

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