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"Bedauerlich": Hockey-Präsident weist Kritik zurück

19.02.2019 12:59
DHB-Präsident Wolfgang Hillman stellt sich der Kritik
© AFP/SID/
DHB-Präsident Wolfgang Hillman stellt sich der Kritik

Die prominente Forderung einer Neuausrichtung des Verbandes ist beim Präsidium des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) auf Unverständnis gestoßen.

"Ich hätte mir eine andere Art der Kritik gewünscht, einen deutlich konstruktiveren Dialog. Die Art und Weise zeugt von fehlender Wertschätzung. Das ist bedauerlich", sagte DHB-Präsident Wolfgang Hillmann dem "SID" am Dienstag. Es seien "einige grundfalsche Dinge behauptet" worden.

Zuvor hatten sich vier ehemalige Bundestrainer in einem offenen Brief für eine neue Führungsstruktur im Verband ausgesprochen. Nach Meinung von Peter Lemmen, Jamilon Mülders, Bernhard Peters und Markus Weise würden "komplexe Probleme" momentan "auf die Schultern zu weniger Mitstreiter abgeladen", schrieben die ehemaligen DHB-Coaches in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Wir stehen im Verband zweifelsohne vor großen Herausforderungen", sagte Hillmann, der den DHB seit 2015 als Präsident führt, und rief zu einem neuen Miteinander auf. Er habe "weiterhin ein ausschließliches Interesse an Lösungen. Nun bedarf es aber der Bereitschaft von allen Seiten, Kompromisse zu finden. Die Türen werden von meiner Seite nie zugeschlagen. Das werde ich auch in diesem Fall nicht tun."

Zudem bekräftigte Hillmann, sich beim DHB-Bundestag am 25. Mai in Grünstadt zur Wiederwahl zu stellen. "Wir haben unsere Arbeit noch nicht abgeschlossen und sind mit unseren Projekten noch nicht fertig", sagte der Verbandschef: "Deswegen werde ich mich für zwei weitere Jahre zur Verfügung stellen. Ich stehe in Kontakt zu allen Landesverbänden und ich sehe eine breite Unterstützung für unseren eingeschlagenen Weg. Es gibt keinen Vorsitzenden, der mich nicht unterstützt."

Lemmen, Mülders, Peters und Weise plädieren hingegen für eine "weitgehende Neuausrichtung des Verbandes, seines Präsidiums und des Vorstandes" und wünschen sich für die anstehende Wahl von Präsidium und Vorstand eine "Kandidaten-Mannschaft, die sich den Delegierten mit einem überzeugenden Programm zur Wahl stellt".

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