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Holtby trifft spät, Dynamo-Fans zündeln

HSV müht sich gegen Dresden zum Sieg

11.02.2019 22:34
HSV schlägt Dynamo Dresden mit viel Mühe
© getty, Stuart Franklin
HSV schlägt Dynamo Dresden mit viel Mühe

Die Festung Volkspark hält dank Lewis Holtby: Der Hamburger SV hat mit einem hart erkämpften Sieg gegen Dynamo Dresden die Tabellenführung in der 2. Bundesliga ausgebaut und kommt dem sofortigen Wiederaufstieg immer näher.

Das Team von Trainer Hannes Wolf schlug die Sachsen zum Abschluss des 21. Spieltags dank eines späten Treffers von Ex-Nationalspieler Holtby (84.) 1:0 (0:0) und hat nun sechs Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz drei.

"Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Am Ende haben wir uns zum Glück noch belohnen können", sagte Abwehrspieler Rick van Drongelen. Offensivakteur Khaled Narey ergänzte: "Am Anfang war es schwierig, Dresden hat lange Zeit gut verteidigt. Wir haben das Glück erzwungen."

Während die Hanseaten vor eigenem Publikum wettbewerbsübergreifend seit September ungeschlagen sind, muss Dynamo, das ohne Chefcoach Maik Walpurgis (Bronchitis) zum Liga-Primus gereist war, nach der fünften Niederlage aus den vergangen sechs Partien eine Ergebniskrise einräumen.

Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt aber immerhin noch neun Punkte für die Sachsen, die von den Co-Trainer Ovid Hajou und Massimilian Porcello betreut wurden.


Mehr dazu: HSV vs. Dynamo Dresden: Der Pyro-Wahnsinn in Bildern


Fiete Arp beim HSV nur auf der Bank

Sechs Tage nach dem Pokalcoup gegen den 1. FC Nürnberg (1:0) wollte der HSV in der Liga vor 46.924 Zuschauern nachlegen.

Wolf beorderte anstelle von Gotoku Sakai (Rotsperre) und Jann-Fiete Arp Defensivmann Gideon Jung und Sturmtank Pierre-Michel Lasogga in seine Startelf und sah einen ordentlichen Beginn - aber ohne die ganz große Dominanz.

Dynamo, angefeuert von 8000 mitgereisten Anhängern, die zu Beginn der Partie Pyro-Technik in beträchtlichem Ausmaß abbrannten, versteckte sich nicht.

Sturmspitze Moussa Koné zeigte sich sehr beweglich und war auch am Durcheinander im HSV-Strafraum beteiligt, das Jannis Nikolaou für einen zu hohen Abschluss aus gefährlicher Position nutzte (15.).

Der HSV versuchte über die Außen, Gefahr heraufzubeschwören und dann Lasogga zu bedienen. Khaled Narey probierte es in der 18. Spielminute mit einer scharfen Hereingabe, doch Lasogga erreichte den Ball nicht. Wenig später störte Dynamo-Keeper Markus Schubert den heranrauschenden Lasogga gerade noch so beim Kopfball (22.).

HSV fehlt die Power, Lewis Holtby nutzt seine dritte Chance

Eine echte Druckphase ließ Dresden aber nicht zu, die Gäste wurden stattdessen auf der anderen Seite gefährlich, Sören Gonther konnte seinen Schuss aus kurzer Distanz aber nicht mehr genug kontrollieren (30.).

Dem HSV fehlte weiter die Power aus dem Mittelfeld, auch zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte Dynamo gut mithalten. Kone enteilte sogar David Bates und kam zur Führungschance, doch Julian Pollersbeck im Tor der Gastgeber war gut postiert (52.).

Der HSV, dem schwere Auswärtspartien in Heidenheim und Regensburg bevorstehen, erhöhte nach rund 60 Minuten das Tempo, und Holtby hatte den ersten Treffer gleich zweimal auf dem Fuß, doch er traf erst einen Dresdner Rücken (67.) und dann Schubert (69.).

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