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Fed-Cup-Klatsche perfekt! Auch deutsches Doppel verliert

10.02.2019 14:19
Mona Barthel verlor ihr Fed-Cup-Doppel an der Seite von Anna-Lena Grönefeld
© getty, Mike Owen
Mona Barthel verlor ihr Fed-Cup-Doppel an der Seite von Anna-Lena Grönefeld

Abstiegskampf statt Titelhoffnung: Ohne Angelique Kerber und Julia Görges sind die deutschen Tennis-Damen im Fed Cup weit entfernt von der Weltspitze.

Während sich die beiden Spitzenspielerinnen in Doha auf das topbesetzte WTA-Turnier vorbereiten, setzte es in der Erstrunden-Partie gegen Weißrussland vier teilweise heftige Niederlagen. Tatjana Maria, Andrea Petkovic und Laura Siegemund blieben in Braunschweig ohne Satzgewinn und waren gegen Aryna Sabalenka und Andrea Sasnovich chancenlos.

Zum Abschluss haben Mona Barthel und Anna-Lena Grönefeld auch das Doppel verloren. Im bedeutungslosen Spiel unterlagen die beiden der früheren Weltranglisten-Ersten Victoria Azarenka und Lidsiya Marozava 1:6, 6:0, 9:11 im Match-Tiebreak.

"Alle haben alles versucht" sagte Teamchef Jens Gerlach. Der 45-Jährige war nicht allzu enttäuscht von seinen Spielerinnen, denn der Qualitätsunterschied zur Weltranglisten-Neunten Sabalenka war einfach zu groß. Anstatt nun am 20. und 21. April ein Halbfinale gegen Australien oder die USA zu bestreiten, muss die deutsche Auswahl in den Playoffs gegen den Abstieg in die Weltgruppe II kämpfen. Bei einem Sieg hätte das DTB-Team im Jahr 2020 erneut die Chance, in der Elitegruppe der besten acht Nationen anzutreten und einen erneuten Angriff auf den so ersehnten Titel zu starten.

Klare Auftaktpleiten für Maria und Petkovic

Nach den Auftaktniederlagen von Maria und Petkovic am Vortag ließ Chefcoach Gerlach anstatt der deutschen Nummer eins Maria die 30 Jahre alte Siegemund gegen die überragende Sabalenka antreten. Nach 79 Minuten und einer klaren 1:6, 1:6-Niederlage war für Siegemund ihre Einzel-Premiere im Fed-Cup-Team aber schnell wieder vorbei und die einseitige Erstrunden-Partie beim Stand von 0:3 vorzeitig entschieden. "Sabalenka war eine Klasse für sich. Als wenn man gegen Serena Williams spielen würde", sagte Siegemund.

Trotz des deutlichen Ergebnisses war die Metzingerin nicht unzufrieden. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe alles gegeben", sagte sie. Die weißrussische Top-Ten-Spielerin fand lobende Worte über die Deutsche. "Das Ergebnis hört sich deutlich an. Auf dem Platz war es aber viel enger", sagte die 20-Jährige aus Minsk.

Bereits am Vortag hatte Petkovic nach der 2:6, 1:6-Niederlage gegen Sabalenka erkennen müssen: "Ich hatte so wenig in meinen Händen." Die 31-Jährige kehrte zwar nach zweijähriger Pause ins Fed-Cup-Team zurück, ihr Comeback wird sie nicht in guter Erinnerung behalten. Sabalenka gab ihr eine Lehrstunde. "Ich habe mich so gefreut und dann der Schlag ins Gesicht", sagte Petkovic.

 

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