Heute Live
Rodeln

Loch und Geisenberger nehmen EM-Gold ins Visier

08.02.2019 13:03
Felix Loch will in Oberhof Europameister werden
© getty, Lars Baron
Felix Loch will in Oberhof Europameister werden

Zwei Wochen nach den erfolgreichen Heim-Weltmeisterschaften wollen die deutschen Top-Rodler um Felix Loch auch die EM-Titel zurückerobern. Am Samstag und Sonntag steigen in der Eisbahn von Oberhof die 50. Europameisterschaften, die Wettbewerbe sind integriert in den achten Weltcup dieses Winters.

Vor den Entscheidungen der Doppelsitzer, Männer, Frauen sowie in der Teamstaffel sind die EM-Titel fast allesamt in russischer Hand.

Nach schwierigen Monaten geht Loch allerdings mit neuem Schwung in das "kleine" Großevent dieses Winters. Ende Januar eroberte er in Winterberg den WM-Titel zurück und feierte seinen ersten Sieg nach rund einem Jahr.

Nur eine Woche später gewann der 29-Jährige dann auch den Weltcup in Altenberg, nun will er Vorjahressieger Semen Pavlitshenko den Titel entreißen und zum dritten Mal Europameister werden.

Bei den Frauen geht Olympiasiegerin und Weltmeisterin Natalie Geisenberger als klare Favoritin auf den Titel ins Rennen, den momentan die Russin Tatjana Ivanova hält. Größte Konkurrentin dürfte wie bei WM und im Weltcup Julia Taubitz sein.

Auch Gold in der Teamstaffel war im vergangenen Jahr im lettischen Sigulda an Russland gegangen, deutsche Titelverteidiger gehen daher am Wochenende nur bei den Doppelsitzern an den Start.

Die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken kämpfen um ihren vierten EM-Titel, die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt holten bislang zweimal EM-Gold.

Für den Weltcup kann Oberhof indes Vorentscheidungen bringen. Bei den Frauen müsste Geisenberger (782 Punkte) in Oberhof wohl schwer scheitern, damit Taubitz (651) beim Saisonfinale in Sotschi noch eine Chance auf den Gesamtsieg hat. Bei den Männern bietet sich Loch (537) dank seines Aufwärtstrends die Chance, im Schlussspurt doch noch an Teamkollege Johannes Ludwig (543) vorbeizuziehen.

Die EM-Titel werden im Race-in-Race-Format vergeben: Die internationalen Starter bestreiten die Weltcup-Rennen, anschließend werden die Nicht-Europäer aus dem Ergebnis genommen, um die Europameister zu ermitteln.