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Geheimer Deal mit dem HSV-Juwel

FC Bayern bestätigt Verpflichtung von Fiete Arp

07.02.2019 17:31
HSV-Youngster Fiete Arp hat beim FC Bayern unterschrieben
HSV-Youngster Fiete Arp hat beim FC Bayern unterschrieben

Der FC Bayern München hat sich klammheimlich die Dienste von Sturm-Juwel Fiete Arp vom Hamburger SV gesichert. HSV und FC Bayern bestätigten entsprechende Medienberichte am Donnerstag offiziell.

Dem Statement der Klubs zufolge kann Arp selbst entscheiden, ob der Wechsel zum Rekordmeister im kommenden Sommer oder erst 2020 über die Bühne geht.

Die Rothosen kassieren laut "NDR" rund drei Millionen Euro Ablöse für den 19-Jährigen. Einigung über den Transfer war bereits vor der laufenden Spielzeit erzielt worden. Arp soll in München einen Vertrag mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren unterschrieben haben.

"Die Verhandlungen mit Bayern München waren konstruktiv und fair. Der Abstieg hat Fiete sehr getroffen. Er wollte dann unbedingt erst einmal hierbleiben und mithelfen, dass wir wieder aufsteigen. Diesem Ziel ordnet er alles unter, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern", sagte HSV-Sportvorstand Ralf Becker.

Hinter der merkwürdigen Geschichte steckt offenbar ein Poker, der sich über das letzte Jahr streckte und den "Bild" zuvor enthüllte.

Anfang 2018, Arp hatte beim HSV wenige Monate zuvor mit einem spektakulären Bundesliga-Einstieg überrascht (zwei Tore in den ersten drei Spielen), soll der FC Bayern erstmals angeklopft haben. Fünf Millionen Euro Gehalt und ein Vertrag mit einer Laufzeit von mindestens vier Jahren standen damals im Raum.

Obwohl der Vater des damals 18-Jährigen auf eine Unterschrift drängte, entschied sich sein Sprössling für den Verbleib beim HSV. Doch der deutsche Rekordmeister blieb dran.

FC Bayern wollte Arp nicht zum HSV ausleihen

Im Gespräch war anschließend ein offizieller Kauf durch den FC Bayern plus eine Leihe zurück zum HSV. Doch das schmeckte den Münchnern nicht. Sie hätten Arp gern nach Hoffenheim oder an einen anderen Bundesligisten verliehen. 

Die finale Entscheidung soll schließlich im Juli im Trainingslager der Hanseaten gefallen sein. HSV-Sportvorstand Ralf Becker machte sich zusammen mit dem Youngster auf den Weg nach München und handelte den Kontrakt aus, der ein Zugriffsrecht für den FC Bayern vorsieht, Arp aber offiziell in Hamburg beließ. 

Dort wollte er unter dem damaligen Trainer Christian Titz durchstarten. Doch dieser wurde nach 15 Spielen gefeuert. Arp wartet inzwischen seit mehr als einem Jahr auf ein Liga-Tor. 

Fiete Arp ist beim HSV wieder gefragt

Immerhin rückte er zuletzt durch die Ausfälle von Pierre-Michel Lasogga und Hee-Chan Hwang beim Pokal-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg zuletzt wieder in die Sturmspitze des Hamburger SV. Dank eines couragierten Auftritts erntete das HSV-Juwel im Anschluss Lob von Becker.

"Er war total engagiert, zu 100 Prozent. Er hatte vorher natürlich nicht so viele Spiele", wird der 48-Jährige bei der "Hamburger Morgenpost" zitiert: "Aber was kann man von einem Spieler verlangen? Man kann verlangen, dass sich ein Spieler reinhaut und alles gibt. Und Fiete hat wirklich vorbildlich gekämpft und gearbeitet."

In der laufenden Saison kam Arp beim HSV zumeist nur zu Kurzeinsätzen. Darüber hinaus musste der 19-Jährige oft auf den Flügel ausweichen. 

Doch Becker ist nach Arps Pokal-Auftritt überzeugt: "Er wird über dieses Spiel jetzt wachsen und in Zukunft auch wieder ein Tor schießen. Von der Einstellung war das sensationell."

 

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