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Nach Remis bei Eintracht Frankfurt

BVB im Gefühls-Wirrwarr: Jubeln oder Hadern?

02.02.2019 19:24
BVB-Profi Marco Reus (re.) wusste nicht, ob er sich freuen sollte
© getty, Matthias Hangst
BVB-Profi Marco Reus (re.) wusste nicht, ob er sich freuen sollte

BVB paradox! Schon wieder nicht verloren, den Vorsprung zudem ausgebaut: Die Profis von Borussia Dortmund hätten mit großer Zufriedenheit in die Heimat reisen können.

Erleichterung? Ernüchterung? Vielleicht sogar ein bisschen von beidem? Borussia Dortmunds großes Gefühls-Wirrwarr blieb auch weit nach Spielende ungelöst. Klar, das 1:1 (1:1) beim frechen Pokalsieger Eintracht Frankfurt stuften die Westfalen aufgrund des Patzers von Verfolger Bayern München als äußerst wertvoll ein. Anstatt sieben hätte der Vorsprung des Tabellenführers auf den Rivalen aber eben auch neun Punkte betragen können.

"Ein bisschen Enttäuschung fühlen wir schon, wir hätten lieber gewonnen und hatten auch die Chancen für einen Erfolg", sagte BVB-Schlussmann Roman Bürki, der angesichts der erfreulichen Tabellenkonstellation nach 20. Spieltagen der Fußball-Bundesliga aber feststellte: "Sieben Punkte sind natürlich besser als sechs."

Mehr dazu: Noten! BVB und Frankfurt in der Einzelkritik

Dank der Schützenhilfe von Bayer Leverkusen, das pikanterweise unter dem ehemaligen Dortmunder Trainer Peter Bosz die Münchner niederkämpfte (3:1) und die Bayern im Titelkampf weiter zurückwarf, verbesserte sich die Situation der Schwarz-Gelben ein wenig - vielleicht sogar vorentscheidend. Sie können sich nun nämlich garantiert zwei Niederlagen mehr als die Münchner erlauben.

Den neunten Titel der Vereinsgeschichte aufgrund dieses Vorteils nun aber schon als selbstverständlich auszurufen, dagegen wehrten sich Spieler und Verantwortliche gleichermaßen. "Wir wissen ganz genau, was wir tun, und wollen so weiterarbeiten. Wenn ich nun sage, dass wir der klare Favorit sind, haben wir ja auch keinen Punkt mehr auf dem Konto", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

BVB: Reus trifft und umschifft Meisterfrage

Kapitän Marco Reus nahm die Rolle des großen Meisterschafts-Kandidaten auch nur widerwillig an. Es bleibe den Schwarz-Gelben "ja nichts anderes übrig, als es zu akzeptieren, wenn wir bis zum Ende weiter da oben stehen", sagte Reus. Der Nationalspieler hatte die Gäste (22.) in Führung gebracht, danach aber mehrere gute Chancen ausgelassen.

Weil Frankfurts Top-Torjäger Luka Jovic (36.) noch vor der Halbzeit den Endstand markierte, durften die Dortmunder im Verlauf der Partie auch nicht mehr jubeln. Zumindest die Protagonisten auf dem Feld nicht. "Es war schon ein wenig seltsam", sagte Innenverteidiger Julian Weigl, "dass die Fans trotzdem immer laut wurden, obwohl nichts passierte".

Der Grund dafür waren die Zwischenstände aus Leverkusen, die den BVB laut Weigl "schon noch ein wenig gepusht" hätten. Trotzdem - und das verwunderte - wirkten die Dortmunder in der Schlussphase weitaus erschöpfter und ideenloser als ihr Kontrahent.

"Vielleicht war es deshalb die richtige Entscheidung, den Punkt zu retten", sagte Bürki: "Wir haben uns lieber gedacht, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen und über die Zeit bringen wollen." Also doch mehr Freude als Enttäuschung?

Auch Lucien Favre konnte diese Frage nicht entschieden beantworten, ließ mit seinem Fazit allerdings Mutmaßungen zu. "Man hat wieder gesehen, dass es überall schwer ist, zu spielen. Jeder kann in dieser Liga jeden schlagen", sagte der Schweizer. Das 1:1 in Frankfurt also ein kleiner Erfolg? "Wir hätten gerne gewonnen, akzeptieren aber das Ergebnis."

 

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern34246488:325678
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund34237481:443776
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig34199663:293466
4Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen341841269:521758
5Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach341671155:421355
6VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg341671162:501255
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt341591060:481254
8Werder BremenWerder BremenSV Werder341411958:49953
91899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim341312970:521851
10Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf341351649:65-1644
11Hertha BSCHertha BSCHertha BSC3411101349:57-843
121. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05341271546:57-1143
13SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg348121446:61-1536
14FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0434891737:55-1833
15FC AugsburgFC AugsburgAugsburg34881851:71-2032
16VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart34772032:70-3828
17Hannover 96Hannover 96Hannover 9634562331:71-4021
181. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg343102126:68-4219
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