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ISTAF in Berlin

Mihambo überragt - Müller mit inoffiziellem Weltrekord

01.02.2019 23:04
In bestechender Form: Malaika Mihambo
In bestechender Form: Malaika Mihambo

Weltjahresbestleistungen durch Weitspringerin Malaika Mihambo und Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz, inoffizieller Weltrekord durch Diskuswerferin Nadine Müller: Die Frauen sorgten beim 6. Hallen-ISTAF in Berlin für die Highlights. Auch Sprinterin Gina Lückenkemper konnte nach ihrem dritten Platz über 60 m schnell wieder lachen.

Europameisterin Mihambo legte einen starken Wettkampf hin. Erst leistete sich die 24-Jährige zwei Fehlversuche und stand vor dem Aus, dann setzte sie zu ihrer beeindruckenden Flugshow an und triumphierte mit starken 6,99 m - das bedeutete Meeting-Rekord, Weltjahresbestweite und Platz drei in der ewigen deutschen Rangliste. Nur Hallen-Weltrekordlerin Heike Drechsler (7,37 m) und Helga Radtke (7,09 m) sprangen weiter.

"Danke Berlin", rief Mihambo den 12.000 begeisterten Zuschauern zu und traute sich noch weitere Sätze zu. "Die Form stimmt. Die sieben Meter sind schon lange fällig. Schade, dass es heute nicht geklappt hat", sagte Mihambo, die vor Marina Bekh-Romanschuk (Ukraine/6,73) und der Serbin Ivana Spanovic (6,65) gewann.

Müller stellt inoffiziellen Weltrekord auf

Bärenstark präsentierte sich auch Diskuswerferin Müller, die in dem neu geschaffenen Team-Wettbewerb in 63,89 m inoffiziellen Weltrekord warf. Die Vize-Europameisterin verbesserte die vier Jahre alte Bestmarke ihrer Teamkollegin Shanice Craft (62,07). Auch den Teamwettebwerb gewannen die Frauen mit 27:24 gegen das von Olympiasieger Christoph Harting angeführte Männerteam.

Dutkiewicz zeigte sich ebenfalls in Top-Form. Die Vize-Europameisterin aus Wattenscheid sicherte sich im 60-m-Hürdensprint in Jahresweltbestzeit von 7,89 Sekunden den Sieg. Platz zwei ging an ihre Rivalin Cindy Roleder (7,91), Dritte wurde Elvira Herman (7,97) aus Weißrussland. "Es ist super, ich habe hier immer so viel Spaß", sagte Dutkiewicz nach ihrem ersten Sieg beim Hallen-ISTAF.

Enttäuschte Lückenkemper hat sich "ein bisschen mehr versprochen"

Etwas enttäuscht war Gina Lückenkemper. In 7,30 Sekunden sprintete Deutschlands Vorzeige-Athletin über 60 m am Sieg vorbei und wurde Dritte. Doch die sportlichen Erwartungen waren eh nicht so hoch, die 22-Jährige bestätigte nach dem Meeting, dass sie in dieser Hallensaison keinen Wettkampf mehr bestreiten wird.

"Ich habe mir ein bisschen mehr versprochen, doch ich hatte zu viele technische Fehler drin. Es hat nicht sollen sein", sagte Lückenkemper, die neuerdings für den SCC Berlin startet. "Berlin ist meine neue zweite Heimat", rief die deutsche Vorzeige-Athletin den 12.000 jubelnden Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena entgegen.

Beim ersten Hallen-Auftritt der deutschen 100-m-Vizeeuropameisterin in diesem Winter holte sich die Britin Kristal Awuah in persönlicher Bestzeit (7,19) den Sieg. Zweite wurde die Tschechin Klara Seidlova (7,27). Lückenkemper war deutlich über ihrer persönlichen Bestzeit (7,11) geblieben.

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