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Befreiungsschlag für die DSV-Adler

Eisenbichler in Oberstdorf Dritter - Erster Sieg für Zajc

01.02.2019 18:07
Markus Eisenbichler kam mit Flügen auf 224,5 und 222,5 Meter auf den dritten Rang
© getty, Andreas Schaad
Markus Eisenbichler kam mit Flügen auf 224,5 und 222,5 Meter auf den dritten Rang

Die deutschen Skispringer um Top-Athlet Markus Eisenbichler sind mit einem Erfolgserlebnis in die Abschiedswochen von Bundestrainer Werner Schuster gestartet. 

Der 27-Jährige flog am Freitag beim Heim-Weltcup in Oberstdorf auf 224,5 und 222,5 Meter und sicherte sich damit Rang drei hinter Überraschungssieger Timi Zajc aus Slowenien und dem Polen Dawid Kubacki.

"Die Flüge haben einigen ganz gut getan. Markus hat einen guten Wettkampf gemacht. Es ist aber noch nicht alles Gold, was glänzt", sagte Schuster, der zum Saisonende nach elf Jahren als Bundestrainer abtreten wird.

Eisenbichler winkte zufrieden in Richtung der 5500 Zuschauer, die trotz eisiger Kälte auf die Siegerehrung mit ihm warteten. Gelöst jubelte er auf dem Podest.

In einem spektakulären Wettkampf mit weiten Flügen beeinflusste am Ende aber auch der Wind massiv das Ergebnis. Die Topfavoriten Kamil Stoch und Stefan Kraft, die nach dem ersten Durchgang auf Sieg- und Podestkurs lagen, fielen bei immer mehr Rückenwind deutlich zurück und hatten keine Chancen mehr auf den Sieg. 

Eisenbichler selbst zeigte sich mit seinen Flügen auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze zufrieden: "Ich habe oben keinen Fehler drin, dann geht es ganz gut." Er hatte den DSV-Adlern zuvor beim Neujahrsspringen in Garmisch den bisher letzten Podestplatz beschert.

Karl Geiger sieht "Schritt in die richtige Richtung"

Neben Podestmann Eisenbichler zeigte sich auch bei weiteren deutschen Springern ein Aufwärtstrend. Die zuletzt gebeutelten Andreas Wellinger (13.) und Karl Geiger (16.) erkannten Fortschritte.

"Es war ein Schritt in die richtige Richtung", befand Geiger, der vor sechs Wochen noch Siegspringer in Engelberg war. Wellinger sagte: "Mit 210 Metern macht es schon mehr Spaß, als auf den Vorbau zu hüpfen."

Während das Trio zufrieden war, lösten die Leistungen von Richard Freitag bei Schuster keine Jubelstürme aus. 

Der Sachse, der im Vorjahr noch furios zu Platz drei bei der Skiflug-WM am gleichen Ort geflogen war, musste sich mit Rang 22 begnügen und haderte mit sich selbst: "Ich bin zu weit hinten. Zurzeit ist es etwas verkrampft, dementsprechend fliegt es sich auch nicht so weit."

 

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