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"Handballgott" Uwe Gensheimer kurz vor Löwen-Comeback

29.01.2019 13:51
Uwe Gensheimer überzeugte bei der Handball-WM
© getty, Martin Rose
Uwe Gensheimer überzeugte bei der Handball-WM

Der Kapitän kehrt zurück: Nach drei Jahren beim französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain spielt Uwe Gensheimer ab Sommer wieder bei den Rhein-Neckar Löwen. Am Mittwoch soll der Transfer vorgestellt werden.

Der "Handballgott" kehrt wohl in seine Heimat zurück - und die Fans drehen durch. "Unser Uwe is coming home YES!!!!!!!!!" und "Uwe! Uwe! Uwe!" schrieben die Anhänger der Rhein-Neckar Löwen in den sozialen Netzwerken: Die bevorstehende Rückkehr ihres Lieblings Uwe Gensheimer in die Bundesliga versetzte die Szene in helle Aufregung.

Am Mittwochvormittag um 10 Uhr soll das Geheimnis gelüftet werden, das eigentlich keines mehr ist. Die Einladung zur außerordentlichen Pressekonferenz war erst wenige Minuten alt, da vermeldete der in Löwenfragen stets gut informierte "Mannheimer Morgen" die Rückkehr des Star-Linksaußen.

Gensheimer, der bereits von 2003 bis 2016 bei den Löwen unter Vertrag stand und rund um Mannheim seither als "Handballgott" verehrt wird, soll ab Sommer wieder das Trikot der Badener tragen.

Dann nämlich läuft der Vertrag des 32-Jährigen beim französischen Spitzenklub Paris St. Germain aus.

Der Klub blockte alle Nachfragen zu dem Thema ab, bestätigte nur, dass es sich bei dem Termin am Mittwoch um eine "zukunftsweisende Entscheidung" handele.

Der Zeitpunkt für die Verkündung des Transfercoups ist gut gewählt, denn nur drei Tage nach dem Ende der Heim-WM ist der Name Gensheimer in aller Munde. Zumal der Nationalmannschafts-Kapitän, über dessen Rückkehr nach Mannheim in Handballkreisen seit Monaten spekuliert worden war, ungeachtet des bitteren vierten Platzes das Turnier seines Lebens spielte.

Anführer, Antreiber, Top-Torschütze: Mit Gensheimer kehrt DER deutsche Handball-Star zurück in die Bundesliga. Der frühere Nationalspieler Stefan Kretzschmar, früher selbst ein begnadeter Flügelspieler, adelte den 32-Jährigen jüngst in der "Sport Bild" als den "ohne Zweifel besten Linksaußen der Welt". Mit seiner genialen Wurftechnik sei Gensheimer "ein anatomisches Wunder", Kretzschmar verglich ihn mit einem "Schlangenmenschen".

Uwe Gensheimer wurde bei den Rhein-Neckar Löwen zum Profi

Gensheimer selbst machte in den vergangenen Monaten keinen Hehl daraus, gern noch einmal für die Löwen auflaufen zu wollen.

In Mannheim wurde der Familienvater zum Profi, er hievte den Klub mit in die nationale Spitze und führte ihn schließlich 2016 zum Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft in der Vereinsgeschichte. Als der Linksaußen nach Paris wechselte, hinterließ er eine riesige Lücke.

Schon im Herbst bestätigte Löwen-Managerin Jennifer Kettemann Gespräche mit Gensheimers Management. "Wenn Uwe zurück zu den Löwen wollen würde, werden wir immer alles dafür tun, das auch hinzubekommen. Unsere Arme für Uwe sind immer offen", sagte sie dem "Mannheimer Morgen".

Das verwundert kaum. Gensheimer war jahrelang das Gesicht des Klubs, galt zum Ende seiner Zeit als unangefochtener "König der Löwen".

Gensheimer, der im Mannheimer Stadtteil Friedrichsfeld aufwuchs und dessen Konterfei Straßenbahnen ziert, war schon dabei, als die Löwen (bis 2007) noch SG Kronau/Östringen hießen und in den Niederungen der 2. Liga spielten. Bei den Löwen erlebte Gensheimer auch persönlich seinen kometenhaften Aufstieg, wurde zu Deutschlands Handballer der Jahre 2011, 2012, 2013 und 2014 und zum absoluten Superstar der Branche.

Im Sommer schließt sich der Kreis.

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