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Simon Terodde ist Sportler des Monats

Kölns Stürmer exklusiv: "Tore schießen ist harte Arbeit!"

11.01.2019 08:14
Simon Terodde traf im Dezember in jedem Ligaspiel seines 1. FC Köln
Simon Terodde traf im Dezember in jedem Ligaspiel seines 1. FC Köln

Simon Terodde vom 1. FC Köln ballert sich in dieser Saison durch die Stadien der 2. Fußball-Bundesliga. Der Mittelstürmer der Domstädter hat in der bisherigen Spielzeit unglaubliche 22 Buden in 17 Einsätzen geknipst und damit einen Bestwert aufgestellt: Kein Spieler in den großen ersten und zweiten Ligen Europas hat so viele Tore geschossen wie der 30-Jährige. 

Alleine in der Vorweihnachtszeit traf Terodde in sechs Spielen neun Mal und baute so seinen eh schon nahezu uneinholbaren Vorsprung an der Spitze der Torjägerliste weiter aus. Ganz klar: Für sport.de ist Simon Terodde der Sportler des Monats Dezember

Gegenüber sport.de hat sich die Kölner Tormaschine exklusiv zu seiner herausragenden Torquote, den weiteren Zielen mit dem 1. FC Köln und den Leistungsunterschieden im Vergleich zur 1. Bundesliga geäußert. 

Herr Terodde, kein Spieler in Europas besten ersten und zweiten Ligen hat zur Halbserie so viele Tore geschossen wie Sie. Wie wichtig ist Ihnen dieser statistische Wert?

Simon Terodde: Es ist eine schöne Randnotiz. Darüber freue ich mich natürlich, aber darauf sollte man nicht zu viel schauen. Auch wenn ich diese Saison schon einige Treffer erzielt habe: Es ist schwer, Tore zu schießen! Das ist harte Arbeit, darauf konzentriere ich mich. Wichtig ist aber nur, dass ich damit einen Teil dazu beitragen konnte, dass wir oben in der Tabelle stehen und wir am Ende der Saison unser Ziel erreichen.

 

Besonders zum Beginn und zum Ende der Hinrunde bestachen Sie mit Toren in praktisch jedem Spiel, trafen sieben Mal sogar doppelt oder mehr. Wie begegnen Ihnen mittlerweile Ihre Gegenspieler in der 2. Bundesliga?

Natürlich bereiten sich die Gegner auf unser Spiel vor. Und meine Gegenspieler versuchen, sich möglichst gut auf meine Spielweise einzustellen. Wenn sie den Fokus auf mich legen und mich am Toreschießen hindern wollen, entstehen aber automatisch mehr Räume für meine Mitspieler. Das hilft uns auch. 

Was funktioniert in dieser Saison besser als im letzten Jahr in der Bundesliga aber auch in den vielen Jahren 2. Bundesliga zuvor?

Wir spielen einen sehr offensiven Fußball, der mir persönlich zu Gute kommt, da ich viele Zuspiele bekomme. Und wenn die Mannschaft funktioniert, hat es jeder Stürmer einfacher.

Ihr Saisonziel mit dem 1. FC Köln ist klar formuliert: Es soll direkt wieder hoch in die 1. Bundesliga. Welches persönliche Saisonziel haben Sie sich für die Rückrunde auf die Fahnen geschrieben?

Natürlich würde ich mich freuen, wenn es weiterhin so gut läuft. Aber ich habe mir keine konkrete Zahl an Toren vorgenommen. Am Ende der Saison wollen wir den Aufstieg geschafft haben – das zählt.

Was persönlich hat Ihnen in der Hinrunde mit Ihren 22 Ligatoren und dem zweiten Tabellenplatz mit Köln nicht gefallen? Zum einen in Hinblick auf Ihre eigenen Leistungen, zum anderen mit Blick auf Ihren Verein? 

Im Großen und Ganzen lief die Hinrunde okay, wir liegen auf Kurs. Aber die Rückkehr in die Bundesliga ist kein Selbstläufer, das hat man in der Hinrunde ebenfalls gesehen. Alle Teams können fußballspielen und sind besonders motiviert, wenn sie ins RheinEnergie-Stadion kommen. In den Heimspielen haben wir ein paar Punkte liegen lassen! Da müssen wir noch konzentrierter sein und immer 100 Prozent geben. Auch ich habe die ein oder andere Chance vergeben und unsere Fehler wurden zum Teil direkt mit Gegentoren bestraft. Das wollen wir in der Rückrunde besser machen.

Spätestens seit dieser Saison eilt Ihnen der Ruf voraus, in der 2. Bundesliga auf höchstem Niveau Tore zu schießen, es in der 1. Bundesliga aber nicht nachhaltig geschafft zu haben. Wie begegnen Sie solchen Aussagen?

Was heißt es denn, Bundesliga-Spieler zu sein? Natürlich ist die Erwartungshaltung an mich hoch, weil ich in der Zweiten Liga immer sehr viele Tore geschossen habe. Aber die Bundesliga ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Die Gegner haben zum Teil ein ganz anderes Niveau – da ist die Spielweise oft viel defensiver und du bist als Stürmer der erste Verteidiger. Da darf man einen Stürmer nicht nur an Toren messen!

Das Gespräch führte Mats-Yannick Roth

Alle weiteren sport.de-Sportler des Monats:

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Sportler des Monats Februar 2018: Kombinierer-Superstar Eric Frenzel

Sportler des Monats Januar 2018: Tennis-Star Angelique Kerber
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Sportler des Monats Juli 2017: Sprinterkönig Marcel Kittel

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