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Spektakulärer Nacht-Slalom in Flachau

Traumlauf! Vlhová schlägt Shiffrin - Geiger bärenstark

08.01.2019 21:56
Petra Vlhová hat den Slalom in Flachau vor Mikaela Shiffrin gewonnen
© getty, Christophe Pallot/Agence Zoom
Petra Vlhová hat den Slalom in Flachau vor Mikaela Shiffrin gewonnen

Skirennläuferin Christina Geiger hat vier Wochen vor der WM im schwedischen Are erneut eine starke Leistung gezeigt. Beim Weltcup-Slalom im österreichischen Flachau belegte die Oberstdorferin drei Tage nach einem fünften Rang beim Rennen im kroatischen Zagreb diesmal Rang sieben.

"Ich war so überrascht im Ziel, ich hatte ja doch den ein oder anderen Fehler. Als ich gesehen habe, dass ich 1,15 Sekunden vorne bin, habe ich die Welt gar nicht mehr verstanden - ich bin superglücklich, dass ich mich noch verbessern konnte", sagte Geiger nach ihrem couragierten zweiten Lauf. Nach dem ersten Lauf hatte sie noch Rang neun belegt.

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Von der Weltspitze war Geiger bei dichtem Schneetreiben allerdings erneut weit entfernt. Ihr Rückstand auf Petra Vlhová (Slowakei), die nach einem fulminanten Auftritt im zweiten Durchgang überraschend mit 0,15 Sekunden vor Seriensiegerin Mikaela Shiffrin (USA) gewann, betrug 2,68 Sekunden.

Auch auf Rang drei fehlten noch 1,51 Sekunden, sie fuhr nun aber im dritten Rennen nacheinander in die Top Ten: Drei Tage zuvor hatte sie im kroatischen Zagreb als Fünfte überzeugt, Siebte war sie beim Parallel-Slalom am Neujahrstag in Oslo geworden. "Seit Semmering gehts bergauf, davor war ein bisschen holprig, aber seitdem kann ich mich nicht beschweren", sagte Geiger.

Vlhová kassiert ab, Shiffrin verpasst Rekord

Am Semmering hatte die Allgäuerin Ende Dezember mit Rang sieben im ersten Lauf überzeugt, sich durch ihr unglückliches Ausscheiden im zweiten Lauf aber offenkundig nicht aus der Ruhe bringen lassen. Seitdem ist "das Vertrauen wieder da", sagt Geiger, "es läuft einfach gerade, ich nehme es gerne so hin und trainiere fleißig, ich genieße es einfach, dass es gerade gut läuft."

Letzteres kann Lena Dürr von sich nicht behaupten. Nach der geglückten Qualifikation für die WM in Are/Schweden (3. bis 17. Januar) Anfang Dezember hat sie mittlerweile völlig den Faden verloren. In Flachau kam sie nach zwei unsicher wirkenden Fahrten wenigstens wieder ins Ziel, Rang 15 war auch akzeptabel, ihr Rückstand auf Vlhova betrug allerdings fast fünf Sekunden.

Vlhová feierte bei dem Prestige-Event ihren dritten Saisonsieg und kassierte mit 78.432 Franken (ca. 70.000 Euro) das höchste Preisgeld der gesamten Saison. "Ich weiß gerade nicht, was ich sagen soll", meinte die 23-Jährige nach ihrem Sieg. "Endlich habe ich sie schlagen können." Shiffrin belegte im sechsten Slalom der Saison zum ersten Mal nicht den ersten Platz und verpasste die Egalisierung des Rekords von Vreni Schneider und Janica Kostelić, die acht Slalom-Weltcup-Siege in Folge feierten.

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