Anzeige

Boll nur Zuschauer: Ochsenhausen und Berlin Pokalfavoriten

04.01.2019 12:50
Zum Zuschauen verdammt: Timo Boll
Zum Zuschauen verdammt: Timo Boll

Ausnahmsweise wegen der Zuschauerrolle von Timo Boll und seinen Kollegen von Rekordsieger Borussia Düsseldorf sind bei beiden Endrunden um die deutschen Tischtennis-Pokale am Wochenende geradezu historische Ergebnisse zu erwarten.

Im Herren-Turnier in Ulm (Samstag) wird zum ersten Mal seit 2012 eine andere Mannschaft als der Boll-Klub zum Cupgewinner gekürt, und im Damen-Wettbewerb (Sonntag) peilt Ausrichter ttc berlin eastside die Einstellung einer 50 Jahre alten Bestmarke an.

Nach Düsseldorfs überraschendem Viertelfinal-K.o. beim ASV Grünwettersbach gilt Vizemeister TTF Ochsenhausen im benachbarten Ulm nicht alleine wegen seines "Heimvorteils" als Favorit.

Der dreimalige Pokalsieger ist im Vergleich mit seinem Halbfinalgegner TTC Grenzau sowie Grünwettersbach und Ex-Meister Werder Bremen deutlich spielstärker einzuschätzen. Ein Erfolg wäre für den Bundesliga-Tabellenführer der erste Titel seit seinem "Double" von 2004.

In Abwesenheit der Top-Asse aus Deutschlands Vizeweltmeister-Team wie Europameister Boll oder Top-15-Spieler Patrick Franziska ist der Grünwettersbacher Ricardo Walther als Nummer 36 der Welt der höchstrangige Deutsche in den Kadern der vier Endrunden-Teilnehmer.

In Berlin wollen die Gastgeberinnen ihr Abonnement auf den Titel im 2013/14 nach fast 30-jähriger Pause wiederbelebten Pokalwettbewerb verlängern. Durch den Ausbau seiner Erfolgsserie auf sechs Titel nacheinander würde der ehemalige "Triple"-Gewinner den Rekord des DSC Kaiserberg, der vor einem halben Jahrhundert (1964 bis 1969) ebenfalls ein halbes Dutzend Pokalsiege in Folge gefeiert hatte, einstellen.

Im Halbfinale trifft der Bundesliga-Spitzenreiter mit Doppel-Europameisterin Nina Mittelham auf den Vorjahresfinalisten und Tabellenzweiten TuS Bad Driburg. Den zweiten Endspielteilnehmer ermitteln Meister SV DJK Kolbermoor und und "Vize" TTG Bingen/Münster-Sarmsheim. Die deutsche Spitzenspielerin Petrissa Solja war mit Bundesliga-Aufsteiger TSV Langstadt in der Qualifikation ausgeschieden.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige