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MvG folgt historischem "Bully Boy" ins Finale der Darts-WM

Van Gerwen macht kurzen Prozess mit Anderson

30.12.2018 23:20
Michael van Gerwen steht im Finale der Darts-WM
Michael van Gerwen steht im Finale der Darts-WM

Michael van Gerwen hat das Giganten-Duell im Halbfinale der Darts-WM gegen Gary Anderson mit einer beeindruckenden Machtdemonstration für sich entschieden. In sieben Sätzen setzte sich der Niederländer mit 6:1 durch.

Anderson konnte im gesamten Match nur sieben Legs gewinnen. Hinzu kommt eine erschreckend schwache Doppelquote von gerade einmal 24 Prozent und ein Average von knapp 98.

Van Gerwen dagegen überzeugte mit einer durchschnittlichen Punktausbeute von 105 und gewann drei Sets deutlich mit 3:0.

"Momentan kann man schon sagen, dass wir die beiden besten Spieler der Welt sind. Wir beide haben die meisten Turnier in diesem Jahr gewonnen", sagte van Gerwen noch vor der Partie bei "Sport1". 

Im ersten Set (3:2), das Mighty Mike gewinnen konnte, legten die beiden Darter einen unglaublichen Start hin. MvG begannt mit einem Average von knapp 115, Andersons durchschnittliche Ausbeute lag bei 104.

Im zweiten (3:0) und dritten Satz (3:0) ließ van Gerwen Anderson nicht den Hauch einer Chance. Erst im vierten Durchgang (3:1) konnte der "Flying Scotsman" wieder ein Leg gewinnen.

Im fünften Set (3:0) ließ van Gerwen wieder nichts anbrennen. Eine vorzeitige Entscheidung verpasste MvG allerdings. Während Anderson im sechsten Satz (2:3) noch ein Blitz-Aus abwenden konnte, musste er sich im siebten Satz mit 1:3 geschlagen geben.

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Gary Anderson leidet unter Rückenschmerzen

Michael van Gerwen ist auch in diesem Jahr der absolute Topfavorit auf den Titel. Der Holländer führt die Order of Merit der PDC nach einer weiteren Saison mit etlichen Titeln meilenweit vor Weltmeister Rob Cross an und wird auch dieses Jahr als Nummer eins beenden.

Die Form dazu hat er allemal. Bisher hat van Gerwen seinen Gegnern Alan Tabern, Max Hopp, Adrian Lewis und Ryan Joyce jeweils nur einen einzigen Set gegeben und alle Partien deutlich gewonnen. "The Green Machine" lag dabei im Average stets deutlich über 100 Punkten.

Gary Anderson, der Weltmeister von 2015 und 2016 hatte in seinen ersten Matches noch über Rückenschmerzen geklagt und sich bei seinen knappen 4:3-Siegen gegen Jermaine Wattimena und Chris Dobey schwergetan.

Gegen den Holländer musste er sogar einen Matchdart überstehen. Im Viertelfinale gegen Dave Chisnall präsentierte der 48-Jährige sich dann aber in blendender Verfassung. Anderson kam auf einen starken Average von 103.03 Punkten, zwölf Maximums sowie eine Doppelquote von 55.88%. An diese Leistung konnte der "Flying Scotsman" keinesfalls anknüpfen.

180er-Festival! Historischer "Bully Boy" löst Final-Ticket

Im ersten Halbfinale der PDC Weltmeisterschaft in London setzte sich Michael Smith gegen Nathan Aspinall in neun Sets mit 6:3 durch. Im Finale trifft der "Bully Boy" nun auf Michael van Gerwen.

Mit insgesamt 30 180ern war es das Match mit den meisten Höchstpunktzahlen der aktuell WM. Sieger Smith traf insgesamt 17 Mal die 180 und stellte damit einen neuen Rekord in einem WM-Halbfinale auf.

Die meisten 180 in einer WM-Partie warf Gary Anderson. 2017 gelang es ihm fantastische 22 Mal, drei Darts in der Triple-20 zu versenken.

Smith machte zu Beginn kurzen Prozess. Das erste Set entschied er furios für sich. Mit einem Average von über 107 und gleich drei 180ern setzte er sich mit 3:0 durch. Im zweiten Satz (3:0) knüpfte der 28-Jährige fast nahtlos an die starke Leistung an.

Erst im dritten Set, aus dem Aspinall auch als Sieger hervorging (3:2), konnte er sein erstes Leg gewinnen. Auch den vierten Durchgang (3:1) entschied der Underdog für sich. Im nächsten Satz (3:2) holte sich Smith die Führung zurück, eher Aspinall erneut ausglich (3:2).

Im siebten (3:1), achten (3:1) und neunten Satz (3:0) sorgte Smith für die Vorentscheidung. 105.22 Punkte Average über neun Sätze, 17 Maximums und 51.11% Doppelquote haben den 28-Jährigen ins Finale katapultiert.

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Smith wurde schon im Vorfeld von vielen Experten als Mitfavorit auf den Titel gehandelt. Der "Bully Boy" hat in dieser Saison endlich den Durchbruch in die absolute Weltspitze geschafft und beim Shanghai Darts Masters seinen ersten großen Titel der World Series of Darts gefeiert.

Im Ally Pally machte die Nummer zehn der Welt bisher mit sämtlichen Gegnern kurzen Prozess. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten beim 3:1 gegen Ron Meulenkamp schickte der 28-Jährige auch John Henderson (4:2), Ryan Searle (4:1) und Luke Humphries (5:1) souverän nach Hause und kam dabei jeweils auf einem Average von um die 100 Punkte.

Nathan Aspinall war mit Sicherheit die größte Überraschung der PDC-WM. Der Vize-Juniorenweltmeister von 2015 war in der zweiten Runde auch schon so gut wie draußen, drehte aber einen 0;2-Satzrückstand gegen Gerwyn Price noch in ein 3:2 und marschierte anschließend mit Siegen über Kyle Anderson (4:1), Devon Petersen (4:3) und Brendan Dolan (5:1) in sein erstes WM-Halbfinale

"The Asp" überzeugte durchweg mit ordentlichen Doppelquoten und zuletzt auch mit einem starken Average von knapp 100 Punkten.

 

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