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Britta Steffen sieht schwarz für deutschen Schwimmsport

21.12.2018 09:08
Britta Steffen hat sich zur Lage des deutschen Schwimmsports geäußert
© Thomas Lohnes
Britta Steffen hat sich zur Lage des deutschen Schwimmsports geäußert

Für die zweifache Olympiasiegerin Britta Steffen steckt der deutsche Schwimmsport nach den Rücktritten von Bundestrainer Henning Lambertz und Verbandspräsidentin Gabi Dörries tiefer in der Krise als je zuvor.

"Ich sehe gerade schwarz", sagte die 35 Jahre alte Berlinerin dem "SID": "Die einzige Hoffnung, die ich habe, ist, dass ein überraschender Neustart auch mich überrascht."

Am Donnerstag war Lambertz nach sechs Jahren als Bundestrainer zurückgetreten. Der 48-Jährige gab vor allem familiäre Gründe an, der Auslöser sei jedoch der Rückzug von "Freundin und Mentorin" Dörries zwei Wochen zuvor gewesen. Die Elmshornerin hatte beim Verbandstag in Bonn ihr Amt als Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) niedergelegt, nachdem ihr Antrag zur Erhöhung des Mitgliederbeitrages nicht zur Abstimmung gekommen war.

"Wenn Gabi noch da wäre, hätte ich die Hoffnung, dass wir es langfristig wieder hinbekommen, die Voraussetzungen für einen erfolgreichen DSV zu schaffen", sagte Steffen. Lambertz' Rücktritt sehe sie auch als "Zeichen an, dass er nicht glaubt, dass 2020 mit Erfolgen zu rechnen ist."

Steffen ist mit ihren zwei Goldmedaillen 2008 in Peking die letzte deutsche Beckenschwimmerin, die bei Olympischen Spielen eine Medaille gewinnen konnte. Im Jahr 2013 hatte die ehemalige Freundin von Weltrekordler Paul Biedermann ihre aktive Karriere beendet.

 

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