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Werder-Pumuckl Josh Sargent löst Hype aus

19.12.2018 11:59
Josh Sargent lässt Werder Bremen träumen
© getty, Selim Sudheimer
Josh Sargent lässt Werder Bremen träumen

Josh Sargent weckt bei Werder Bremen große Hoffnungen für die Zukunft, der Hype um den US-Boy ist groß - doch Trainer Florian Kohfeldt will das Sturmjuwel behutsam aufbauen.

Der Junge mit den roten Locken stand an der Seitenlinie und die Menge tobte. Gleich drei Mal forderte der Stadionsprecher das Publikum auf, den Namen des neuen Spielers zu brüllen.

"Das war, als würde wer weiß wer eingewechselt", sagte Trainer Florian Kohfeldt hinterher. Doch es war nur Joshua, kurz Josh, Sargent. Und der hatte bis zu diesem Abend Anfang Dezember in der Bundesliga noch nie für Werder Bremen gespielt.

Doch seitdem ist klar: Den Namen Sargent sollten sich die Bundesliga-Verteidiger gut einprägen. Die erste Kostprobe seines Könnens ließ jedenfalls aufhorchen:

Der erst 18 Jahre alte Angreifer der Grün-Weißen traf bei seiner Bundesliga-Premiere gegen Fortuna Düsseldorf mit seiner ersten Ballberührung im deutschen Profifußball per Kopf zum entscheidenden 3:1. Da stand der Werder-Pumuckl gerade einmal 86 Sekunden auf dem Feld - und trieb den Hype um seine Person damit auf die Spitze.

Josh Sargent wird abgeschottet

"Beginner's luck", zu deutsch "Anfängerglück", twitterte der US-Boy anschließend. Öffentlich sprechen soll er ja erst einmal nicht. Werder schottet sein Sturmjuwel, das Sportchef Frank Baumann vor einem Jahr vom US-Klub St. Louis losgeeist hatte, bewusst ab.

"Es gibt schon genug Aufregung um ihn", begründete Kohfeldt die Maßnahme: "Wir müssen alle aufpassen, welche Erwartungen wir an ihn stellen. Wenn er bis zum Sommer fünf, sechs Bundesliga-Einsätze gemacht hat, dann war das ein gutes Jahr für ihn."

Kohfeldt will das Talent behutsam aufbauen, Sargent verkörpert Werders Hoffnung auf eine rosige Zukunft. "Er hat eine große Perspektive, ist ein guter Junge", sagte Abwehrspieler Sebastian Langkamp: "Man merkt, er hat ein gutes Elternhaus genossen."

Und während Kapitän Max Kruse explizit den "Torriecher" seines Mitspielers lobte, verriet Kohfeldt, Sargent mache auch mal "Quatsch" in der Kabine. "Er ist unverbraucht und hat ein gesundes Selbstbewusstsein."

Kohfeldt mahnt zu Geduld

Außerdem ist Sargent ein ziemlicher Rekordstarter. Schon in Werders U23, wo er seit Sommer regelmäßig zu den Torschützen zählt, traf er bei seinem Debüt. Und auch in seiner Länderspiel-Premiere in der US-Nationalmannschaft im Mai markierte er einen Treffer, ebenso zuvor in seinem ersten U20-Länderspiel für die USA.

Kohfeldt mahnte dennoch zu Geduld mit seinem Toptalent. Er glaube "total an den Jungen", aber er werde die Leistung "noch nicht überbewerten".

In Bremen freuen sie sich erst einmal, dass Sargent mittlerweile angekommen ist. Schließlich durfte er im ersten halben Jahr nach seiner Ankunft an der Weser nicht spielen, sein Wechsel galt erst nach Ende der Transferfrist als vollzogen.

"Für Josh war das keine leichte Zeit", sagte Kohfeldt: "Außerdem ist es auch nicht so schön, ausgerechnet im Januar aus dem heißen Florida nach Bremen zu kommen."

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