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Ehrung in Baden-Baden

Sportler des Jahres: Kerber, Lange und DEB-Helden geehrt

16.12.2018 23:02
Angelique Kerber freut sich über ihre Ehrung als Sportlerin des Jahres
© getty, Alexander Hassenstein
Angelique Kerber freut sich über ihre Ehrung als Sportlerin des Jahres

Angelique Kerber, Patrick Lange und die Eishockey-Nationalmannschaft sind zu Deutschlands Sportlern des Jahres gewählt worden. Die Kür erfolgte am Sonntag in Baden-Baden.

Angelique Kerber und Patrick Lange strahlten auf der Bühne des mondänen Benazetsaals um die Wette. Die Wahl zu Deutschlands Sportlern des Jahres war für die Tennis-Queen und den König der Triathleten der krönende Abschluss nach herausragenden Monaten.

Als beste Mannschaft 2018 wurden bei der feierlichen Gala im Kurhaus von Baden-Baden die Olympiahelden der Eishockey-Nationalmannschaft geehrt.

"Das zeigt die Wertschätzung unserer Leistung. Es setzt dem Ganzen die Krone auf", sagte Kapitän Christian Ehrhoff, der seine Karriere nach dem Silber-Coup von Pyeongchang beendet hatte, dem "SID". Ironman-Weltmeister Lange freute sich über "die höchste nationale Auszeichnung" am Ende eines Jahres, in dem Kerber mit dem Sieg in Wimbledon ihren "Tennis-Traum wahr gemacht" hatte.

Angelique Kerber mit emotionalen Worten an Kristina Vogel

Die 30-Jährige, die bereits 2016 zur Sportlerin des Jahres gewählt worden war, setzte sich mit 1732 Punkten denkbar knapp gegen Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel (1704), die nach einem schweren Trainingsunfall querschnittgelähmt ist, und Vorjahressiegerin Laura Dahlmeier (Biathlon/1358) durch, die in Südkorea zwei Goldmedaillen gewonnen hatte.


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"Du bist ein Vorbild für so viele Menschen. Du hast so viel Willensstärke gezeigt", sagte die Wimbledonsiegerin nach ihrer Wahl zu Kristina Vogel. "Ich denke heute gehört dir die Bühne. Bleib so wie du bist", fügte Kerber in einem besonders emotionalen Moment der Gala am Sonntagabend an.

Lange hängt Frenzel und Abele ab

Lange (1529) gewann vor Doppel-Olympiasieger Eric Frenzel (Nordische Kombination/1139) und Zehnkampf-Europameister Arthur Abele (1021). Der 32-Jährige "Eisenmann" hatte im Oktober auf Hawaii mit einem Fabelweltrekord von unter acht Stunden gewonnen.

Noch im Zielbereich machte er seiner Freundin Julia einen Heiratsantrag - mit Happy End: "Sie hat Ja gesagt", verkündete der zweimalige Champion überglücklich. 2019 soll nun der Hochzeitstermin gefunden werden.


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Auch sportlich will Lange dann wieder angreifen, die Wahl der rund 3000 Mitglieder des Verbandes Deutscher Sportjournalisten dürfte ihm noch mehr Antrieb geben. "Für mich ist das eine unglaubliche Ehre", sagte er: "Das ist eine weitreichende Wahl und in Deutschland die höchste Auszeichnung, die man als Sportler erhalten kann. Das rundet das Jahr perfekt ab."

Geiger als Newcomer des Jahres ausgezeichnet

Kerber hatte vor ihrer ersten Auszeichnung 2016 sogar eine noch erfolgreichere Saison gespielt. Damals reiste die beste deutsche Tennis-Spielerin der vergangenen Jahre mit ihren ersten beiden Grand-Slam-Titeln (Melbourne und New York) im Gepäck nach Baden-Baden, sie war zwischenzeitlich zur Nummer eins der Welt aufgestiegen.

Aber Wimbledon ist eben Wimbledon, "das Turnier der Turniere", wie es Kerber, die inzwischen Rainer Schüttler als neuen Trainer engagiert hat, selbst formulierte. Ihr Matchball gegen die große Serena Williams auf dem heiligsten aller Tennis-Rasen ist schon jetzt ein Stück deutsche Sportgeschichte, in die im Februar auch die Eishockey-Helden eingegangen waren.

Dem eingeschworenen Team um Ehrhoff, das sich bei der Wahl mit 2510 Punkten gegen die Eiskunstlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot (1661) sowie den Ruder-Achter (1011) durchsetzte, fehlten in Südkorea zwar 55,5 Sekunden zum größten aller Wunder.


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Doch mit ihrem historischen Sturmlauf ins Endspiel (3:4 nach Verlängerung gegen Russland) hatte die Nationalmannschaft ihren Sport auf spektakuläre Art und Weise ins Rampenlicht gerückt. "Sie haben ein ganzes Land elektrisiert", sagte Verbandspräsident Franz Reindl.

Als Newcomer des Jahres wurde Vinzenz Geiger ausgezeichnet, der mit den Kombinierern in Pyoengchang Olympia-Gold im Teamwettbewerb gewonnen hatte. Der Titel als Trainer des Jahres ging an Bahnrad-Bundestrainer Detlef Uibel.

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