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Hamburger gewann zuletzt die ATP-Finals

Boris Becker euphorisch: Zverev "war Weltklasse"

12.12.2018 12:38
Boris Becker verfolgt die Entwicklung von Alexander Zverev genauestens
Boris Becker verfolgt die Entwicklung von Alexander Zverev genauestens

Alexander Zverev hat sich bei den ATP-Finals Mitte November im Endspiel gegen Novak Djokovic die Tennis-Krone aufgesetzt. Großes Lob bekam der Hamburger nun von Boris Becker.

Becker, "Head of Mens Tennis" beim Deutschen Tennis-Bund, zeigte sich im Interview mit dem "tennis Magazin" vom aktuell besten deutschen Spieler begeistert. "Er hat mit seinem Sieg bei den ATP-Finals den Durchbruch in die absolute Weltspitze geschafft", so der sechsfache Grand-Slam-Sieger. Vor allem die "Art und Weise, wie er gegen Federer im Halbfinale und Djokovic im Finale gespielt hat, war Weltklasse", erklärte Becker.

Außerdem lobte der heute 51-Jährige die Entscheidung von Zverev, Ivan Lendl als Trainer zu engagieren. Seit den US Open 2018 arbeitet Zverev mit dem Tschechen, der 94 Einzelsiege in seiner Karriere einfahren konnte. 

"Diese Kombination ist sehr gut. Man muss ihnen aber weiter Zeit geben. Lendl ist ein Meister seines Fachs und er kommt in eine Gruppe, die sehr gut gearbeitet hat und da will nicht jeder von seinem Platz abrücken." Zverev werde sich dennoch "die Zeit nehmen, die er benötigt, um das Ganze zu bewerten". 

Für die Zukunft sieht Becker jedoch keine Probleme: "Alles andere als ein langfristiger Erfolg würde mich aber überraschen."

Federer und Nadal? "Dominanz ist vorbei"

Gleichzeitig äußerte sich Boris Becker über Roger Federer und Rafael Nadal, die längst im Herbst ihrer Karriere angekommen sind. Ein baldiges Ende der Dominanz der beiden Tennis-Stars sei abzusehen. "Man muss sich von dieser Ära verabschieden."

Zwar könnte es für den Schweizer und den Spanier 2019 "noch gut gehen, allerdings nicht mehr in der Häufigkeit". Nadal siegte 2018 immerhin noch bei den French Open im Juni, außerdem feierte er Siege auf der ATP-Tournee in Monte Carlo, Barcelona, Rom und Toronto. Federer gewann die Australian Open. Außerdem ging er 2018 in Rotterdam, Stuttgart, Cincinnati und Basel als Sieger vom Tennisplatz.

Zwar würde Becker auch künftig auf den schnellen Belägen nicht gegen Nadal und Federer wetten, dennoch sei "die Dominanz vorbei".

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