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Frühere Bundesliga-Profis im Rampenlicht

Bayern-Eigengewächs auf Talfahrt in der Türkei

12.12.2018 15:19
Mehmet Ekici spielte schon für den FC Bayern und Werder Bremen
© getty, Carlos Rodrigues
Mehmet Ekici spielte schon für den FC Bayern und Werder Bremen

Viele bekannte Gesichter aus der Fußball-Bundesliga spielen weitgehend unbeachtet von den deutschen Medien im Ausland. Heute im sport.de-Rampenlicht: ein Eigengewächs des FC Bayern München im türkischen Abstiegskampf, ein früherer Profi des FC Schalke 04, der ein Traumtor in Österreich erzielte, sowie ein Transfer-Flop des 1. FC Nürnberg in der Serie A.

Einst galt Mehmet Ekici als eines der hoffnungsvollsten Talente beim FC Bayern München.

1997 war der Deutsch-Türke im zarten Alter von sieben Jahren in die Jugend des deutschen Fußball-Rekordmeisters gewechselt. Ins Profi-Team der Münchner schaffte es der zentrale Mittelfeldspieler trotz einer vielversprechenden Entwicklung aber nie.

Über den 1. FC Nürnberg, Werder Bremen und Trabzonspor landete der heute 28-Jährige schließlich bei Fenerbahce.

Dort absolvierte der Edeltechniker in der laufenden Saison immerhin zehn Pflichtspiele. Am Niedergang des Istanbuler Top-Klubs konnte Ekici allerdings nichts ändern.

Fener belegt mit mageren 14 Punkten nach 15 Spieltagen aktuell den vorletzen Tabellenplatz der Süper Lig und steckt mitten im Abstiegskampf.

Die 0:3-Pleite gegen das ebenfalls abstiegsbedrohte Akhisar Belediyespor am Wochenende war der bisherige Tiefpunkt einer Horror-Saison. 

Ekici stand über die gesamten 90 Minuten auf dem Platz, konnte allerdings keine Impulse im Spiel des 19-fachen Meisters setzten.

Mit Phillip Cocu entließ Fenerbahce bereits einen Trainer. Sollten sich demnächst keine Erfolge einstellen, droht Nachfolger Erwin Koeman das selbe Schicksal. Dann müsste sich Ekici auf den nächsten Coach einstellen.

Früherer Schalke-Profi mit Traumtor in Österreich

Deutlich besser läuft es aktuell für Lukas Schmitz. Nach Stationen auf Schalke, Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf verdient der 30-Jährige sein Geld inzwischen in der österreichischen Bundesliga. Dort rangiert Schmitz mit dem Wolfsberger AC überraschend auf Platz vier.

Am vergangenen Spieltag gelang dem Linksverteidiger gegen den Linzer ASK ein echtes Traumtor: Nachdem eine Wolfsberger Flanke vom rechten Flügel über die Spieler im Sechzehner hinwegsegelte, schien die Situation bereinigt.

Doch Schmitz fasste sich an der linken Strafraumkante ein Herz und schoss die Kugel volley in die lange Ecke.

Zwar konnten die Gäste noch zum 1:1-Endstand ausgleichen. Der Wechsel nach Österreich hat sich für den Abwehrmann dennoch gelohnt.

"Es hätte finanziell bessere Möglichkeiten gegeben, aber es war eine Herzensentscheidung. Der Verein ist relativ klein und familiär, was mir ganz besonders gut gefällt", erläuterte Schmitz seinen Schritt auf der Vereinswebsite.

Vom 1. FC Nürnberg in die Serie A

Mariusz Stepinski verließ Deutschland bereits 2015. Zwei Jahre zuvor war der Pole als Perspektivspieler von Widzew Lodz zum 1. FC Nürnberg gewechselt, musste sich aber stets mit Einsätzen in der zweiten Mannschaft begnügen. Diese Rolle hatte der 23-Jährige schließlich satt und kehrte dem Club den Rücken.

Nach Engagements bei Ruch Chorzow und beim FC Nantes schloss sich Stepinski im Sommer Chievo Verona an.

In der Serie A blüht der Angreifer momentan auf. Den jüngsten Beweis hierfür lieferte der ehemalige Nürnberger mit seinem Treffer im Auswärtsspiel bei Parma Calcio.

In der 46. Minute landete ein verunglückter Abschluss eines Mitspielers im Fünfmeterraum beim völlig blank stehenden Stepinski. Dieser musste das Leder nur noch über die Linie drücken.

Am Ende reichte es zwar nur zum 1:1, dennoch kann sich die persönliche Bilanz des Stürmers sehen lassen: In 14 Ligaspielen erzielte Stepinski bereits vier Tore.

Nach einem Punktabzug wegen Bilanzfälschung liegt Chievo Verona jedoch mit nur drei Zählern abgeschlagen auf dem letzten Platz. So kämpft Stepinski in dieser Spielzeit wie Ekici gegen den Abstieg.

Jannik Kube

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern34246488:325678
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund34237481:443776
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig34199663:293466
4Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen341841269:521758
5Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach341671155:421355
6VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg341671162:501255
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt341591060:481254
8Werder BremenWerder BremenSV Werder341411958:49953
91899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim341312970:521851
10Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf341351649:65-1644
11Hertha BSCHertha BSCHertha BSC3411101349:57-843
121. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05341271546:57-1143
13SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg348121446:61-1536
14FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0434891737:55-1833
15FC AugsburgFC AugsburgAugsburg34881851:71-2032
16VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart34772032:70-3828
17Hannover 96Hannover 96Hannover 9634562331:71-4021
181. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg343102126:68-4219
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