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River Plate gewinnt die Copa Libertadores in Madrid

Campeones! River ringt Boca in der Verlängerung nieder

09.12.2018 23:06
River Plate krönt sich in Madrid zum Champion Südamerikas
River Plate krönt sich in Madrid zum Champion Südamerikas

Der argentinische Fußball-Traditionsklub River Plate hat zum vierten Mal die Copa Libertadores gewonnen. Der Verein aus der Hauptstadt Buenos Aires sicherte sich die Krone des südamerikanischen Vereinsfußballs durch ein 3:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung über den Stadt- und Erzrivalen Boca Juniors im nach Madrid verlegten Final-Rückspiel. Das Hinspiel am 10. November war 2:2 ausgegangen.

Dario Benedetto traf im Estadio Santiago Bernabeu, in dem normalerweise Champions-League-Sieger Real Madrid seine Heimspiele austrägt, kurz vor der Pause zur Boca-Führung. Die Blau-Gelben hatten in der ersten Halbzeit die deutlich besseren Chancen. Ein unplatzierter Schuss von Pablo Perez in aussichtsreicher Position (12.) war der erste Warnschuss. Nach einer halben Stunde verfehlte Barrios mit einem abgefälschten Schuss knapp das Tor, ehe schließlich Benedetto eiskalt vollstreckte. Vorausgegangen war ein Traumpass von Nahitan Nandez (44.).

Drama wird in der Verlängerung entschieden

Das konnte River Plate nicht auf sich sitzen lassen. Nach der Pause fand das Team besser ins Spiel und kam durch Ignacio Fernandez zur ersten Großchance (49.). Danach forderten die Rot-Weißen nach einem Zusammenprall von Lucas Pratto mit Boca-Torhüter Esteban Andrada Elfmeter, doch der Pfiff blieb auch nach Rücksprache mit dem Video-Schiedsrichter aus (57.). Elf Minuten später war es doch passiert: Nach Zuspiel von Fernandez trifft Pratto zum Ausgleich. So gab es noch einen 30-minütigen Zuschlag obendrein

In der Verlängerung ging das Drama im Prestigeträchtigen Stadtduell um Südamerikas Fußballkrone in den finalen und turbulenten Akt. Zunächst flog Boca-Akteur Wilmar Barios in der 92. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung traf Juan Quintero (109.) mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumkante ins Glück für River. In der 120. Minute traf Boca noch einmal den Pfosten, bevor Gonzalo Martínez nach einem Konter gegen die aufgerückten Gegner in der Nachspielzeit alles klar für River machte.

>> Der Liveticker zum Finale der Copa Libertadores zum Nachlesen

Mit dem Sieg von River Plate unter den Augen von Superstar Lionel Messi ging eines der denkwürdigsten, aber auch beschämendsten Endspiele der Copa-Historie zu Ende. Das ursprünglich für den 24. November angesetzte Rückspiel im Stadion von River Plate war wegen der Fan-Krawalle abgesagt worden. Der Mannschaftsbus der Boca Juniors war kurz vor der Ankunft im Monumental-Stadion von Fans mit Steinen beworfen worden. Mehrere Spieler wurden verletzt und hätten nicht antreten können.

Daraufhin war das Superclásico-Rückspiel ins 10.000 Kilometer entfernte Madrid verlegt worden, wo immerhin 250.000 Argentinier leben. 80.000 Anhänger aus beiden Lagern sorgten im Estadio Bernabeu für eine hitzige Atmosphäre. 

Bis zum Anpfiff gab es in Madrid keine Zwischenfälle. Dafür hatten allein schon 4000 Sicherheitskräfte, darunter 2000 Polizisten gesorgt. In der spanischen Hauptstadt herrschte der Ausnahmezustand, denn die beiden Fanlager sind stark verfeindet. Aus Sicherheitsgründen dürfen in Argentinien seit geraumer Zeit keine Auswärtsfans ins Stadion.

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