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"Anfängerglück" oder mehr? Werder schattet Sargent ab

09.12.2018 10:54
Joshua Sargent erzielte gegen Düsseldorf das 3:1
Joshua Sargent erzielte gegen Düsseldorf das 3:1

Werder Bremen atmet auf und bejubelt einen neuen Mann: Rote Haare, Lockenschopf - und einen ausgeprägten Torinstinkt: Den Namen Joshua, kurz Josh, Sargent sollten sich die Bundesliga-Verteidiger gut einprägen. Eine erste Kostprobe seines Könnens gab der 18-jährige Angreifer bei seiner Bundesliga-Premiere gegen Fortuna Düsseldorf.

86 Sekunden auf dem Feld, traf Sargent mit seiner ersten Ballberührung im deutschen Profifußball per Kopf zum entscheidenden 3:1, sicherte Werder so den ersten Dreier nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg und trieb den Hype um seine Person damit auf die Spitze.

"Beginners luck", zu deutsch "Anfängerglück", twitterte der US-Boy anschließend. Öffentlich sprechen durfte er nicht. Werder schottet sein Sturm-Juwel, das Sportchef Frank Baumann vor einem Jahr vom US-Klub St. Louis losgeeist hatte, bewusst ab. "Es gibt schon genug Aufregung um ihn", begründete Trainer Florian Kohfeldt die unpopuläre Maßnahme. Das Reden übernahmen andere.

"Besser kann man nicht anfangen. Er hat eine große Perspektive, ist ein guter Junge", schwärmte Abwehrspieler Sebastian Langkamp: "Man merkt, er hat ein gutes Elternhaus genossen." Und während Kapitän Max Kruse explizit den "Torriecher" seines Mitspielers lobte, verriet Kohfeldt, Sargent mache auch mal "Quatsch" in der Kabine. "Er ist unverbraucht und hat ein gesundes Selbstbewusstsein."

Übrigens: Sargent ist Wiederholungstäter. Schon in Werders U23, wo er seit Sommer regelmäßig zu den Torschützen zählt, traf er bei seinem Debüt. Und auch in seiner Länderspiel-Premiere in der US-Nationalmannschaft im Mai markierte er einen Treffer. Kohfeldt mahnte dennoch zu Geduld mit seinem Top-Talent. Er glaube "total an den Jungen", aber er werde die Leistung "noch nicht überbewerten".

 

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