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Frühere Bundesliga-Profis im Rampenlicht

Bayer-Flop trifft für Neapel - Wolfsburg-Juwel blüht auf

06.12.2018 09:22
Für Arkadiusz Milik läuft es beim SSC Neapel rund
© getty, Francesco Pecoraro
Für Arkadiusz Milik läuft es beim SSC Neapel rund

Viele bekannte Gesichter aus der Fußball-Bundesliga spielen weitgehend unbeachtet von den deutschen Medien im Ausland. Heute im sport.de-Rampenlicht: Ein ehemaliger Stürmer von Bayer Leverkusen, eine Wolfsburg-Leihgabe, die in Belgien trifft, sowie ein Hoffenheimer auf Bewerbungstour in Kroatien.

2013 wechselte Arkadiusz Milik von Górnik Zabrze zu Bayer Leverkusen. Doch die Zeit bei der Werkself lief für den Stürmer enttäuschend: In acht Pflichtspielen sollte dem Polen kein einziges Tor gelingen. Auch eine Leihe zum FC Augsburg brachte nicht den erhofften Durchbruch in der Fußball-Bundesliga. Über Ajax Amsterdam landete Milik 2016 schließlich beim SSC Neapel.

Auch wenn er beim italienischen Spitzenklub nicht immer von Beginn an spielt, bekommt der 24-Jährige unter Trainer Carlo Ancelotti Woche für Woche seine Minuten.

Dieses Vertrauen zahlt der Angreifer regelmäßig zurück - so auch am vergangenen Spieltag gegen Atalanta Bergamo. Nachdem sich der Tabellenzweite beim Außenseiter schwer tat, sah zehn Minuten vor dem Abpfiff bereits alles nach einem Unentschieden aus.

Das registrierte auch Ancelotti, der Milik beim Stand von 1:1 in der 82. Minute einwechselte. Nur drei Minuten später klingelte es: Nach einer Flanke aus dem linken Halbfeld landete der Ball beim ehemaligen Leverkusener. Dieser legte sich das Spielgerät gekonnt mit dem linken Fuß vor und hämmerte die Kugel anschließend per Volley unter die Latte.

Durch das 2:1 behauptete Neapel den zweiten Rang gegenüber Inter Mailand. "Alle Einwechselspieler haben Dynamik und Tempo in die Partie gebracht. Er war immer motiviert, auch als er nicht immer regelmäßig gespielt hat", lobte Ancelotti seinen Schützling im Anschluss an den Dreier.

Leihgabe des VfL Wolfsburg knipst in Belgien

Fast immer in der Startelf steht mit Victor James Osimhen vom RSC Charleroi ein anderer Bundesliga-Legionär. Mit zehn Treffern bei der U17-Weltmeisterschaft 2015 machte der Nigerianer einst auf sich aufmerksam. Der Titel mit seinem Heimatland war die Krönung seiner noch jungen Karriere. Diese führte den Mittelstürmer 2017 zum VfL Wolfsburg, wo der 19-Jährige 16 Partien für die Profis bestritt.

Um mehr Spielpraxis zu sammeln, verliehen die Wölfe ihren Hoffnungsträger im Sommer nach Belgien. In der Eerste klasse A startet Osimhen momentan durch. Beweis hierfür war der jüngste Treffer beim 3:1 gegen Cercle Brügge.

Ganze Sieben Saisontore stehen dem Angreifer in der Liga zu Buche. Sollte Osimhens Erfolgslauf weitergehen, dürfte er ab kommender Saison auch in der Bundesliga eine große Zukunft haben.

Über Kroatien zurück zu 1899 Hoffenheim?

Darauf hofft auch weiter Antonio Colak. Der 25-Jährige spielt aktuell für den kroatischen Verein HNK Rijeka. Dort liefert die Leihgabe von 1899 Hoffenheim ab. Gegen NK Osijek knipste der Deutsch-Kroate zuletzt gleich doppelt. Nachdem Rijeka früh in Rückstand geriet, köpfte Colak seine Mannschaft kurz vor dem Seitenwechsel zurück in die Partie.

In der 57. Minute war es ebenfalls eine Ecke von der linken Seite, die Colak verwertete. Dieses Mal traf der Stürmer jedoch mit dem Fuß. Insgesamt hat der gebürtige Ludwigsburger mit acht Toren in 14 Ligapartien eine beeindruckende Saisonbilanz vorzuweisen.

Schon einmal war der Fußball-Profi von seinem Stammverein 1899 Hoffenheim ausgeliehen gewesen. Beim 1. FC Ingolstadt konnte sich Colak aber nicht durchsetzen. Aus diesem Grund brachen die Schanzer das Leihgeschäft im Winter ab.

Ob sich der Torjäger in der kommenden Spielzeit bei Hoffenheim im mit Andrej Kramaric, Joelinton, Ishak Belfodil und Ádám Szalai prall besetzten Angriff durchsetzen kann, oder einen endgültigen Abgang bevorzugt, ist weiter offen. Eine gute Bewerbung gibt Colak momentan jedenfalls ab.

Jannik Kube

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Torjäger 2020/2021