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Deutschland enttäuscht nach Sensationssieg

DHB-Damen kassieren böse Packung gegen Rumänien

03.12.2018 19:39
Julia Behnke und die deutschen Damen verloren ihr zweites EM-Gruppenspiel
Julia Behnke und die deutschen Damen verloren ihr zweites EM-Gruppenspiel

Dem Höhenflug folgte der schnelle Dämpfer: Die deutschen Handballerinnen haben nach dem Überraschungscoup gegen Titelverteidiger Norwegen bei der EM in Frankreich ihr zweites Gruppenspiel verloren und müssen um das Erreichen des Minimalziels Hauptrunden-Qualifikation bangen. Die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener unterlag am Montag in Brest dem EM-Fünften Rumänien nach einer schwachen Vorstellung verdient mit 24:29 (11:14).

"Die Abgeklärtheit und Ruhe vom Norwegen-Spiel waren überhaupt nicht da", sagte Groener nach der Schlusssirene: "Von Anfang an waren Stress und Hektik im Spiel. Wir sind immer wieder alle in die Mitte gerannt, haben einiges verworfen. Erst als das Spiel verloren war, haben wir es besser gemacht."

Kreisläuferin Julia Behnke war mit acht Toren die mit Abstand erfolgreichsten Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes, die zum Abschluss in Gruppe D am Mittwoch (ab 18 Uhr im sport.de-Liveticker) gegen Tschechien antritt - auf den Tag genau 25 Jahre nach dem Gewinn des letzten großen Titels bei der WM 1993 wird der Druck groß sein.

"Wir haben gegen Norwegen gezeigt, dass wir auf dem höchsten Niveau spielen können. Unsere Aufgabe ist es nun, das zu wiederholen. Rumänien wird uns alles abverlangen, unser Tempospiel ist wieder gefragt", hatte Groener vor der Partie erklärt.

DHB-Damen erwischen Kaltstart

In Brest hatte die deutsche Mannschaft aber zwei Tage nach dem 33:32 gegen die hochfavorisierten Skandinavierinnen von Beginn an mit erheblichen Konzentrationsproblemen zu kämpfen. Nach fünf Minuten lag die DHB-Auswahl bereits 1:5 im Hintertreffen, nach neun Minuten (3:6) nahm Groener seine erste Auszeit.

Doch es änderte sich nichts, Rumänien zog auf 12:7 (22.) davon, auch weil die Deutschen immer wieder an Torfrau Dedu scheiterten.

Von der Anfangsphase an hatte die DHB-Abwehr zudem immer wieder Probleme mit der dreifachen Welthandballerin Cristina Neagu. Erst als Kapitänin Behnke stärker wurde, lief es etwas besser: Dank der fünf Treffer der Kreisläuferin vor der Pause hatte die DHB-Auswahl den Rückstand nach 30 Minuten auf 11:14 verkürzt, mit einer besseren Chancenverwertung wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Deutscher Rückraum beißt sich die Zähne aus

Auch in der zweiten Hälfte konnte die deutsche Auswahl ihre Schwächen allerdings nicht abstellen, die überragende rumänische Torfrau Denisa Dedu brachte den Rückraum um Top-Talent Emily Bölk immer wieder zur Verzweiflung.

Aufseiten der Rumäninnen gab es neben dem vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde, für die sich die besten drei Teams jeder Gruppe qualifizieren, weiteren Grund zur Freude: Cristina Neagu war fünfmal erfolgreich, damit setzte sich die dreimalige Welthandballerin mit 206 EM-Toren an die Spitze der ewigen Bestenliste.

Deutschland - Rumänien 24:29 (11:14)
Tore: Behnke (8), Bölk (3), Geschke (2/2), Berger (2), Smits (2), Stolle (2), Weigel (2), Schmelzer (1), Grossmann (1), Müller (1) für Deutschland - Buceschi (11/6), Neagu (5), Pintea (4), Geiger (3), Florica (2), Udristioiu (2), Dedu (1), Laslo (1) für Rumänien.

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