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Kritik am Kopfschutz ist verstimmt

Jean Todt bekommt Award für Halo-Einführung

03.12.2018 15:12
Beim Unfall von Spa-Francorchamps hatte Charles Leclerc eine Menge Glück
Beim Unfall von Spa-Francorchamps hatte Charles Leclerc eine Menge Glück

Es gibt ein Thema, das die Motorsportwelt 2018 gespalten hat, wie kaum ein anderes zuvor: Halo. Der Kopfschutz wurde vor seiner Einführung mit viel Kritik bedacht, doch im Laufe des Jahres sind die Stimmen immer leiser geworden. Zum einen weil sich viele mittlerweile an die Optik gewöhnt haben, zum anderen weil das System in gleich mehreren Fällen geholfen hat.

"Bei Vorfällen wie dem von Leclerc in Spa, Ericsson in Monza und Makino beim Formel-2-Rennen in Barcelona hat das Halo einen bedeutsamen Unterschied gemacht", betont Formel-1-Sportchef Ross Brawn und gibt zu, dass die Einführung trotz aller Kritik richtig gewesen sei. "Die Fahrer konnten so unversehrt aus den Situationen herauskommen."

FIA-Präsident Jean Todt, der den Schutz trotz enormen Gegenwindes durchgedrückt hatte, wurde dafür am Sonntag Abend bei den Autosport-Awards in London mit dem Innovations-Award ausgezeichnet. "Ich hatte viel Widerstand, aber wenn man glaubt, dass es in die richtige Richtung geht, dann muss man darum kämpfen", sagt der Franzose bei seiner Dankesrede.

Halo soll auch in anderen Rennserien Einzug erhalten

Er nennt vor allem den Startunfall von Charles Leclerc in Spa-Francorchamps, als Fernando Alonsos McLaren über ihn schlitterte und deutliche Spuren am Halo hinterließ, als gutes Beispiel. "Wir konnten demonstrieren, dass es sonst schlimmere Konsequenzen für Charles gehabt hätte", so Todt, der noch einmal an Henry Surtees erinnert, der vor einigen Jahren bei einem Unfall sein Leben lassen musste, als ihn ein Reifen am Kopf traf. "Es ist wichtig, gegen die Widerstände anzukämpfen, um ein Leben zu retten."

Aus diesem Grund will man die Einführung des Kopfschutzes auch weiter vorantreiben. Die Formel 2 ist seit diesem Jahr ebenfalls mit Halo unterwegs, die Formel E wird ihre neue Saison am 15. Dezember ebenfalls mit Halo beginnen, und jüngst wurde auch das neue Formel-3-Auto für 2019 mit dem Kopfschutz vorgestellt. Weitere Serien wie die Formel 4 sollen in Kürze folgen.

"Sicherheit genießt unbestreitbar die Priorität, und die FIA hat Recht, wenn sie darauf besteht", meint Ross Brawn. "Wir können uns nicht immer auf Glück verlassen, wie zuletzt bei Sophia Flörsch, die beim Macau-Grand-Prix durch ein Wunder davonkam, nachdem sie in die Streckenbegrenzung flog. Auf jedem Ticket steht drauf, dass Motorsport gefährlich ist, aber alle Beteiligten sollten und müssen alles Mögliche tun, um sicherzustellen, dass der Sport so sicher wie möglich ist."

 

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