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Spielplan-Entzerrung: Machulla will 72-Stunden-Regel

03.12.2018 14:29
Machulla plädiert für Spielplan-Entzerrung
Machulla plädiert für Spielplan-Entzerrung

Meistertrainer Maik Machulla vom aktuellen Bundesliga-Tabellenführer und Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt plädiert für eine Entzerrung des Terminkalenders im Handball.

Der Coach fordert eine Pause von mindestens 72 Stunden zwischen einer Ligapartie und einem Auftritt im Europapokal. In Frankreich gibt es eine solche Regelung bereits.

"Es kann nicht sein, dass wir am Donnerstagabend in Bietigheim spielen und am Samstag in Paris", sagte Machulla im Interview mit der "Handballwoche": "Wie soll ich die Mannschaft auf Paris einstellen, wenn wir am Freitagabend erst in Frankreich landen? Wir haben keine Trainingseinheit, nur eine Videoanalyse direkt am Spieltag." Eine 72-Stunden-Regel halte er "ganz sicher" für sinnvoll.

In Frankreich haben die Verantwortlichen der ersten Liga entschieden, dass zwischen einem Spiel auf nationaler Ebene und einer Begegnung auf internationalem Terrain mindestens drei Tage Pause liegen müssen. In der Champions League belegten französische Teams in der vergangenen Saison die ersten drei Plätze.

Machulla, der in seinem ersten Jahr als Cheftrainer in Flensburg auf Anhieb die Meisterschaft gewann, sorgt sich um den Ruf der Bundesliga. "Wir leben alle gut vom Handball. Je mehr Spiele wir haben, desto leichter können wir alles finanzieren", sagte der 41-Jährige: "Aber wenn unser Anspruch ist, die stärkste Liga der Welt zu sein, sollten wir in jedem Spiel auch ein sehr hohes Niveau haben – das haben wir aber nicht, je länger die Saison dauert. Es ist wie bei einer WM, wo das Finale oft das schwächste Spiel ist, weil alle müde und kaputt sind."

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