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Neuer Modus, neue Anstoßzeit

Offiziell! UEFA führt "Europa League 2" ein

02.12.2018 20:35
Ab 2021 wird es einen dritten Europapokal-Wettbewerb geben
Ab 2021 wird es einen dritten Europapokal-Wettbewerb geben

Die UEFA hat die Einführung eines weiteren Europacups beschlossen. Ab der Saison 2021/22 wird es neben Champions League und Europa League einen neuen Wettbewerb geben, an dem 32 Teams in einer Gruppenphase starten. Das beschloss das Exekutivkomitee des Kontinentalverbandes in Dublin.

"Nachwuchs" für die Champions und die Europa League: Die Europäische Fußball-Union hat am Sonntagabend mit dem dritten Europapokal wie erwartet ein neues "Kind" aus der Taufe gehoben. Der Wettbewerb unter dem Arbeitstitel "UEFA Europa League 2" wird ab 2021 ausgespielt. Damit gibt es in knapp drei Jahren erstmals seit der Abschaffung des Europapokals der Pokalsieger 1999 wieder drei europäische Klubwettbewerbe.

"Es gab das weitverbreitete Verlangen der Vereine, ihre Chancen auf eine regelmäßigere Teilnahme am Europacup zu steigern. Das haben wir hiermit gewährleistet", begründete UEFA-Präsident Aleksander Ceferin die Maßnahme, die in der irischen Hauptstadt auf der Sitzung des Exekutivkomitees auch von DFB-Präsident Reinhard Grindel mitgetragen wurde.

Was bedeutet der Wettbewerb für die Bundesliga?

Ceferin, der beim UEFA-Kongress im Februar 2019 ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl antreten wird, sichert sich damit auch seine Machtbasis im Verband. Vor allem die kleinen Nationen profitieren von der Neuerung. Waren bislang in Champions und Europa League Teilnehmer aus 26 der 55 UEFA-Nationen garantiert, steigt die Zahl ab 2021 auf stolze 34. Statt bisher 80 Klubs spielen dann 96 international.

Für die Bundesliga bedeutet dies: Als aktueller Vierter der UEFA-Fünfjahreswertung würde sie ihren Tabellensiebten in die "EL2" entsenden. Dieser müsste dort in die Playoffs, die vor der Gruppenphase stattfinden.

Zwischenrunde im K.o.-Modus geplant

Die "3. Liga" wird dann wie neben der Champions League künftig auch die Europa League mit 32 Mannschaften in acht Viererstaffeln beginnen. Anschließend wird in allen Europapokalen über Achtel-, Viertel-, Halb- und Finale ein Sieger ausgespielt.

In der "EL2" wird es jedoch vor dem Achtelfinale zusätzlich eine Zwischenrunde im K.o.-Modus geben, an denen die Gruppendritten der Europa League und die -zweiten des neuen Wettbewerbs teilnehmen.

Was gibt es für den Sieger?

Der Sieger sichert sich neben einem Pokal und einem stattlichen Preisgeld einen Platz in der Europa League der folgenden Saison. Gespielt wird wie in der Europa League donnerstags, als zusätzliche Anstoßzeit wird voraussichtlich 16:30 Uhr eingeführt. Dienstag und Mittwoch bleiben für die Königsklasse reserviert.

"Es wird mehr Spiele für mehr Klubs aus mehr Verbänden geben", sagte Ceferin zufrieden und verwies auf einen vorausgegangenen Dialog mit der mächtigen Europäischen Klubvereinigung ECA. Diese dürfte sich auch darüber freuen, dass den Teams, die künftig in der Europa League starten werden, ab 2021 auch mehr Preisgeld winkt. Weitere Details will die UEFA im Laufe des kommenden Jahres bekanntgeben.

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