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Hockey-Männer sammeln Selbstvertrauen vor Oranje-Duell

02.12.2018 11:04
Mats Grambusch und der DHB müssen sich steigern
Mats Grambusch und der DHB müssen sich steigern

Die deutschen Hockey-Männer haben bei der WM in Indien den ersten Schritt Richtung K.o.-Phase gemacht. Am Mittwoch wartet der Erzrivale Niederlande.

Christopher Rühr schnappte sich einen Selfiestick, versammelte die deutschen Hockey-Männer um sich herum und knipste das erste Siegerfoto im Kalinga-Stadium von Bhubaneswar. Der Auftakt bei der WM in Indien war ganz nach dem Geschmack der Nationalmannschaft gelaufen - auch wenn sich die Bronzemedaillengewinner von Rio 2016 im anstehenden Kracher gegen die Niederlande steigern müssen.

"Im ersten Spiel muss man noch nicht die beste Leistung abrufen", sagte Bundestrainer Stefan Kermas nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen Rekordweltmeister Pakistan: "Es ist viel wichtiger, dass man sich im Verlauf des Turniers weiterentwickelt und in jedem Match den Schlüssel zum Sieg findet."

Seine Mannschaft zeigte sich gelöst. "Ich bin sehr zufrieden, wir müssen uns noch an das Klima und das verrückte Publikum gewöhnen", sagte der starke Co-Kapitän Mats Grambusch. "Drei Punkte, den Job haben wir erledigt", meinte Torjäger Florian Fuchs.

DHB von Kulisse etwas eingeschüchtert

Der nächste Job wird ungleich härter, das ist allen Beteiligten bewusst. Am Mittwoch (12:30 Uhr) warten die Niederlande mit der Empfehlung eines 7:0 aus dem ersten Auftritt gegen Außenseiter Malaysia. Es geht wohl schon um den Gruppensieg, der bei dem neuen WM-Modus den direkten Einzug ins Viertelfinale bedeutet. Der Zweite tritt in einer Art Achtelfinale zum K.o.-Spiel gegen den Tabellendritten der Gruppe C an.

Doch soweit ist das Team, das zum Abschluss der Gruppenphase am 9. Dezember auf Malaysia trifft, noch nicht. Am Sonntag stand erst einmal die Regeneration im Mittelpunkt nach der intensiven Partie vor rund 10.000 hockeyverrückten Fans, die der Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) zujubelten. Eine Kulisse, die für die professionell trainierenden Amateursportler alles andere als alltäglich ist. "Man hat gemerkt, dass einige Jungs noch etwas nervös waren, vor so vielen frenetischen Menschen bei einer WM zu spielen", stellte Kermas fest.

Den ganz großen Glanz versprühte der zweimalige Weltmeister Deutschland beim Aufeinandertreffen mit der früheren Hockey-Macht Pakistan noch nicht. Doch dem Bundestrainer konnte die Spielkontrolle seiner Mannschaft und die Geduld der hochtalentierten Offensive gefallen. Marco Miltkau schlug im dritten Viertel nach blitzschneller Kombination über Tobias Hauke und Niklas Wellen (36.) zu. Den knappen Vorsprung brachte Kermas' Team sicher über die Runden, allerdings zählt Pakistan auch nicht mehr zur absoluten Weltspitze.

Oranje dagegen schon. Der Europameister gilt hinter Australien und an der Seite von Belgien, Deutschland und Argentinien zu den Turnierfavoriten. Das nächste Siegerfoto müssen sich Rühr und Co. besonders hart erarbeiten.

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