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Podest in Nizhny Tagil verpasst

Leyhe auf Rang vier - DSV-Adler enttäuschen in Russland

01.12.2018 17:50
Die deutschen Skispringer haben in Nizhny Tagil das Podest verpasst
Die deutschen Skispringer haben in Nizhny Tagil das Podest verpasst

Einen Lichtblick gab es für die deutschen Skispringer an einem ansonsten recht verkorksten Tag dann doch: Stephan Leyhe sprang mit einem starken zweiten Durchgang im russischen Nizhny Tagill von Rang elf noch auf den vierten Platz.

"Da freue ich mich riesig drüber", sagte Leyhe im "ZDF" und lächelte in die Kamera. Bundestrainer Werner Schuster sprach von einem "tollen Ergebnis für ihn". Auf Platz drei und den Japaner Ryoyu Kobayashi fehlten Leyhe etwa fünf Meter. Den Sieg sicherte sich der Norweger Johann André Forfang vor Piotr Zyla aus Polen.

 

Nach der Top-Weite des 26 Jahre alten Leyhe im zweiten Durchgang mit 134 Metern ballte Schuster die Faust und reckte sie in den russischen Nachthimmel, ansonsten hatte der Coach nicht viel Grund zur Freude. Severin Freund konnte eine Woche nach seinem Comeback mit Rang 22 noch zufrieden sein, die Team-Ausbeute der DSV-Adler insgesamt war dagegen ziemlich mau.

"Es war ein seltsamer Tag", sagte Schuster, dessen Schützlinge es im ersten Durchgang nicht in die Top-Ten schafften und sich damit der Chancen auf eine Platzierung ganz weit vorne beraubten. "Da waren zu viele Fehler dabei. Das werden wir in Ruhe analysieren", erklärte Schuster. Zweitbester Deutscher war Karl Geiger als Zehnter, Olympiasieger Andreas Wellinger landete auf dem 13. Platz.

Markus Eisenbichler, der im Probedurchgang noch den stärksten Sprung gezeigt hatte, Richard Freitag und David Siegel schieden bereits nach dem 1. Durchgang aus. "Wie sich gerade Markus Eisenbichler und Richard Freitag das Leben selbst schwer machen, ist erstaunlich", sagte Schuster.

Gut gelaunt zeigte sich dagegen Freund. Mit den Rängen 29 und 31 hatte er sich am vergangenen Wochenende im finnischen Kuusamo im Weltcup zurückgemeldet, nun präsentierte sich der 30-Jährige wieder ein bisschen stärker. "Es war ein Schritt in die richtige Richtung", sagte er. "Wenn man so lange weg war wie ich, dann kann man sich damit schonmal zufrieden geben." Freunds Gelassenheit verwundert nicht: Schließlich war der Weg zurück nach zwei Kreuzbandrissen für den Mannschafts-Olympiasieger von Sotschi extrem hart.

Freund hat sich ein "Step-by-Step-Programm" verordnet. Der nächste Schritt könnte schon am Sonntag beim zweiten Wettkampf im Ural folgen.

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