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Neue IOC-Kommission für Menschenrechtsfragen

01.12.2018 10:26
Eine neue Menschenrechts-Kommission berät das IOC fortan
Eine neue Menschenrechts-Kommission berät das IOC fortan

Eine neue Kommission soll das Internationale Olympischen Komitee im Umgang mit Menschenrechtsfragen beraten.

Die Gründung des Gremiums gab IOC-Präsident Thomas Bach am Samstag auf einer Pressekonferenz nach der Sitzung der IOC-Exekutive bekannt.

Den Vorsitz übernimmt Seid bin Ra'ad Seid al-Hussein aus der jordanischen Königsfamilie, der von 2014 bis zum vergangenen August Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte war. 

"Die Kommission ist für uns ein Schlüsselinstrument, um unserer Verantwortung in Bezug auf die Menschenrechte mit einem strategischeren Ansatz nachzukommen, als wir dies in der Vergangenheit tun könnten", sagte Bach.

Als Beispiel für ein Thema des neuen Gremiums, dessen bis zu neun Plätze bis März besetzt sein sollen, bestätigte Bach die künftige IOC-Haltung in der Transgender-Frage: "Das ist ein Thema, bei dem sehr komplizierte Zusammenhänge betrachtet werden müssen und Menschenrechte eine Rolle spielen."

Kein Thema für die Hussein-Kommission sollen hingegen Fragen der Menschenrechte in Gastgeber-Ländern von Olympischen Spielen sein.

Solche Probleme seien "politisch", meinte Bach und sagte weiter: "Das IOC hat weder das Mandat noch die Autorität, Probleme der Menschenrechte zu lösen, die über unsere Aufgabe hinausgehen und klar politische Themen sind."

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