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Teamsprinterinnen kämpfen beim Weltcup um Gold

30.11.2018 20:51
Miriam Welte zeigte eine starke Leistung
Miriam Welte zeigte eine starke Leistung

Miriam Welte stellte ihre Klasse ohne die schmerzlich vermisste Kristina Vogel unter Beweis, auch Maximilian Levy und Co. hatten einen Grund zur Freude: Die deutschen Teamsprinter haben beim Heimweltcup in Berlin mit zwei Medaillen für einen gelungenen Auftakt gesorgt.

Am Freitagabend raste Olympiasiegerin Welte an der Seite von Emma Hinze im ersten großen internationalen Heim-Wettkampf seit dem schweren Trainingsunfall ihrer langjährigen Sprint-Partnerin Vogel zu Silber. Welte und Hinze mussten sich in 32,922 Sekunden nur dem Team Gazprom-Rusvelo (32,633) geschlagen geben, das die russischen Olympiazweiten Darya Chmelyova und Anastassiya Voynova bilden. Bronze ging an China (33,336).

Vogel ist seit dem Unglück Ende Juni querschnittsgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Am Samstag wird die zweimalige Olympiasiegerin im Velodrom an der Landsberger Allee die Ehrung als Deutschlands Radsportlerin des Jahres entgegennehmen.

Auch die Männer feierten kurz nach dem Finale der Frauen einen wichtigen Erfolg. Das Trio Timo Bichler, Stefan Bötticher und Maximilian Levy fuhr zu Bronze, in 43,788 Sekunden wiesen sie die Starter des niederländischen Beat Cycling Club (44,220) in die Schranken. Gold erkämpften sich die Niederlande (42,467) vor Großbritannien (42,981).

Keine Medaillen im Ausdauerbereich

Für das Trio des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) ist es das bisher beste Abschneiden in der laufenden Weltcup-Saison. Gute Platzierungen im Teamsprint-Weltcup sind für den BDR wichtig. Die Ergebnisse fließen in das Nationenranking ein, über das letztlich die Olympia-Startplätze vergeben werden. Den im Teamsprint qualifizierten Nationen stehen zugleich zwei Startplätze in den Einzeldisziplinen Sprint und Keirin zu.

Im Ausdauerbereich blieben Medaillen trotz eines guten Beginns aus. Felix Groß, Theo Reinhardt, Leon Rohde und Domenic Weinstein hatten mit dem Männer-Vierer in der Qualifikation in 3:55,467 Minuten überzeugt und dank der drittbesten Zeit sogar die Chance auf den Einzug ins Finale um Gold.

Im entscheidenden Duell mit Dänemark knüpfte das Quartett in 3:58,200 Minuten aber nicht ganz an den guten ersten Auftritt an und belegte beim Sieg der Australier (3:51,210) letztlich Rang sechs.

Teuber mit tollem Weltrekord

Der Vierer der Frauen überstand ohne seine Top-Fahrerinnen wie Lisa Brennauer die Qualifikation, fuhr in der Besetzung Tatjana Paller, Franziska Brauße, Gudrun Stock, Laura Süßemilch anschließend in 4:31,425 aber hinterher. Der Sieg ging an Großbritannien (4:16,153).

Grund zum Jubeln hatte Michael Teuber. Der fünfmalige Paralympics-Sieger war bei seiner Jagd nach dem Stundenweltrekord in der Wettkampfklasse C1 erfolgreich. Der 50-Jährige kam nach 60 Minuten auf 42,583 Kilometer (171 Runden). Die alte Bestmarke von 2005 (39,326 km) hatte Teuber selbst gehalten. "Ich bin natürlich überglücklich. Ich konnte mir das Rennen gut einteilen und die letzten zehn Minuten noch ein bisschen schneller werden", sagte Teuber.

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